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Kampf den Hooligans und Rassisten

Haxen-Paule
CUMK
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Beitrag von Haxen-Paule »

Gunner hat geschrieben:
Haxen-Paule hat geschrieben:
Devil hat geschrieben:Gute Idee, Polizei soll Sektor stürmen...
war ja schon mal.... wies rausgekommen ist wissen wir in basel... nur zu
War früher mal, heute würds wohl nicht so ablaufen ....
sooooange ist dies nun auch wieder nicht her. meine im übrigen fcb-fcl
(2-3, im 2002)
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dragao
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Beitrag von dragao »

LU-57 hat geschrieben:
WOZ hat geschrieben:Espenmoos-Prozesse
Solidarisch haftbar
Von Etrit Hasler

Rasendieb soll 130 000 Franken zahlen.

Als vor einem Jahr der FC St. Gallen nach dem verlorenen Barragespiel in die Challenge League abstieg, herrschte Empörung auf allen Seiten: Der Verein und die Schweizer Fussballliga SFL empörten sich über Gruppen von Fans, welche nach dem Abpfiff das Spielfeld stürmten und sich dort – wie auch ausserhalb des Stadions – mit der Polizei stundenlange Schlachten lieferten. Auf der anderen Seite empörten sich Fans und StadtparlamentarierInnen über das Vorgehen der Polizei, welche noch vor Ende des Spiels vor der Fankurve des FC St. Gallen demonstrativ aufmarschiert war und damit, so die Kritiker­Innen, eine Eskalation eventuell erst provoziert hätte.

Kein Beweis

Letzte Woche fand vor dem St. Galler Kreisgericht nun der erste Prozess gegen zwei der vermeintlichen Übeltäter statt: So hart wie die Strafen in den zwei Fällen ausfielen, entsteht der Eindruck, die Empörung habe sich auch ein Jahr nach den Vorkommnissen nicht verflüchtigt: hohe bedingte Geldbussen in beiden Fällen – 30 000 beziehungsweise 33 000 Franken – sowie Verfahrenskosten und Haftung für entstandene Sachschäden. Beim ersten Angeklagten fiel der Schadensersatz noch verhältnismässig gering aus, da er nur an den Ausschreitungen ausserhalb des Stadions beteiligt gewesen sei.

Im Fall des zweiten Angeklagten, der vor Gericht betonte, er habe das Spielfeld nur betreten, um ein Stück Rasen zu ergattern, hat das Gericht jedoch Zivilforderungen in Höhe von insgesamt 130000 Franken anerkannt. Interessant ist dabei, dass der Angeklagte mangels brauchbarer Foto- und Videobeweise vom Anklagepunkt der Sachbeschädigung (ausser in zwei kleineren Fällen) zwar freigesprochen wurde, als Mitglied einer Gruppe, welche für diese Sachbeschädigungen verantwortlich gewesen sein soll, allerdings solidarisch haftbar gemacht wird. Bei weiteren Verurteilungen – insgesamt stehen noch neun Prozesse gegen mutmassliche Randalierer aus – würden die Forderungen aufgeteilt.

«Das ist ein Urteil mit weitreichenden Folgen», sagt die Anwältin des Verurteilten, Manuela Schiller. «Es ist üblich, dass Mittäter für die Schäden ihrer Taten solidarisch haften. Mein Mandant haftet nun aber für Sachschäden, welche andere begangen haben. Er selber wurde dafür strafrechtlich nicht verurteilt. Für das Gericht genügte es, dass er ebenfalls auf dem Spielfeld anwesend war und damit wegen Landfriedensbruchs und Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte verurteilt werden konnte.»

«Rechtsstaatlich problematisch»

Laut Schiller könnte dies weitreichende Folgen haben: «Eine solche Aus­legung ist rechtsstaatlich problematisch und könnte insbesondere die Organisation politischer Kundgebungen wie etwa am 1. Mai faktisch verunmöglichen.» Ob ihr Mandant das Urteil weiterziehen will, kann Fananwältin Schiller noch nicht beurteilen. Erst müsse man die schriftliche Urteilsbegründung abwarten. Und ob es sich ihr Mandant finanziell leisten könne, bis vor Bundesgericht zu ziehen und auch dort eventuell zu verlieren, stehe auch noch auf einem anderen Blatt.

WOZ vom 16.07.2009
übel
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Gunner
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Beitrag von Gunner »

Mitgegangen-Mitgefangen *könsch?*
Master
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Beitrag von Master »

Gunner hat geschrieben:Mitgegangen-Mitgefangen *könsch?*
ja eh.. ist etwa gleich, wie wenn ein raser nen unfall verursacht und du den schaden bezahlen darfst, weil du 2km dahintern ebenfalls mit 130 statt 120 unterwegs warst.. grande gerichte.. etwa auf einer stufe wie büsche
L U C E R N E - Till I Die!

Kämpfe Lozärn, Kämpfe Lozärn!
mer wend Euch gwönne gseh!

Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
dass er der fanszene schaden wird, davon bin ich genau so überzeugt! aber ich hoffe wir werden das überstehen!
Master hat geschrieben: 4. Mär 2021, 10:55 Danke sonnenkönnig*
*meine Prophezeiung in der Signatur ist kolossal falsch.. Die Fanszene hat sich geeint und geformt durch ihn, um den Verein steht es schlechter als erwartet..
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Camel
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Beitrag von Camel »

Master hat geschrieben:
Gunner hat geschrieben:Mitgegangen-Mitgefangen *könsch?*
ja eh.. ist etwa gleich, wie wenn ein raser nen unfall verursacht und du den schaden bezahlen darfst, weil du 2km dahintern ebenfalls mit 130 statt 120 unterwegs warst.. grande gerichte.. etwa auf einer stufe wie büsche
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Legia
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Beitrag von Legia »

Gunner hat geschrieben:Mitgegangen-Mitgefangen *könsch?*
Kenne nur Mitgegangen-Mitgefangen-Mitgehangen :wink:
strohmann
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Beitrag von strohmann »

der rundschaubericht zeigt das eigentliche dilemma ziemlich klar auf. pyro im stadion als bestandteil einer choreo sieht einfach nur verdammt geil aus und sorgt, zumindest bei mir, für gänsehaut. Daher auch die langjährige akzeptanz in breiten teilen der bevölkerung, der stadionbetreiber und sogar der strafverfolgungsbehörden. pyro in händen von irgendwelchen idioten ist jedoch brandgefährlich. ob man deswegen eine ganze gesellschaftsschicht zu kriminalisieren braucht, bleibe mal dahingestellt. es stellt sich die frage nach einer praktikablen lösung. wie in der rundschau eindrücklich aufgezeigt, sind beide parteien jedoch meilenweit davon entfernt. es kann und darf nicht sein, dass familien den stadien fernbleiben, eltern ihren kindern die spiele verbieten und es sich sogenannte normalos zweimal überlegen, ob und wo sie ihre farben unterstützen sollen. Ebenso zwecklos sind jedoch generalpräventive strafen seitens der behörden. bei bagatellstraftaten mögen sie sinn machen (wer würde noch falschparkieren wenn eine parkbusse 500chf kosten würde?), bezüglich pyros, wo eine ideologie und viel herzblut dahinter steckt, schlagen sie fehl. Die lösung? ehrlich gesagt, ich habe keine ahnung. was ich jedoch weiss, ist, dass mir die stimmung, welche durch pyros in den stadien entsteht, fehlt. und all das nur wegen ein paar vollottos..
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Wiesel
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Beitrag von Wiesel »

Gersag in XXL Version... wohin mit den Gästen?

http://salzburg.orf.at/stories/377954/
ADLER 06

Mainz 05 - mehr als nur ein Karnevalsverein
Stecki

Beitrag von Stecki »

Zwei tote Fußball-Fans auf Honduras

Tegucigalpa - In der Fußball-Meisterschaft des mittelamerikanischen Staates Honduras hat es am Sonntagabend bei Zusammenstößen zwischen Fans der Klubs Olimpia und Montagua zwei Todesopfer gegeben. Wie die Polizei am Sonntagabend mitteilte, seien die Personen erschossen worden.

Zudem seien 15 Menschen verletzt worden.

Honduras befindet sich nach dem Sturz von Staatspräsident Manuel Zelaya am Rande eines Bürgerkriegs. Zelaya überschritt am Wochenende symbolisch die Staatsgrenze und schlug daraufhin ein Zeltlager auf der nicaraguanischen Seite auf, wo er ausharren will, bis er wieder in sein Amt eingesetzt wird.

Treffendes Bild dazu :-)

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Iggy Pop
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Beitrag von Iggy Pop »

Stecki hat geschrieben:Zwei tote Fußball-Fans auf Honduras

Tegucigalpa - In der Fußball-Meisterschaft des mittelamerikanischen Staates Honduras hat es am Sonntagabend bei Zusammenstößen zwischen Fans der Klubs Olimpia und Montagua zwei Todesopfer gegeben. Wie die Polizei am Sonntagabend mitteilte, seien die Personen erschossen worden.

Zudem seien 15 Menschen verletzt worden.

Honduras befindet sich nach dem Sturz von Staatspräsident Manuel Zelaya am Rande eines Bürgerkriegs. Zelaya überschritt am Wochenende symbolisch die Staatsgrenze und schlug daraufhin ein Zeltlager auf der nicaraguanischen Seite auf, wo er ausharren will, bis er wieder in sein Amt eingesetzt wird.

Treffendes Bild dazu :-)

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ja: 2 tote - bierbecher als veranschaulichung/ symbol für tödliche gefahr.. problem wo?
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Wiesel
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Beitrag von Wiesel »

Maribor Mob will renovieren....

http://www.youtube.com/watch?v=lEBgxqIHZCc
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Wessun
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Beitrag von Wessun »

und fre.. beim filmen???
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Beitrag von Sonny Black »

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Gunner
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Beitrag von Gunner »

Reutlingen mit Stuttgart fusioniert? :roll:
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LU-57
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Beitrag von LU-57 »

WOZ vom 06.08.2009 hat geschrieben:«Niemand kann garantieren, dass nichts geschieht»

Von Etrit Hasler und Carlos Hanimann

Der neue Präsident der Swiss Football League (SFL), Thomas Grimm, im Gespräch mit der WOZ über neue Stadien, die Viererliga und wie er Pyros aus den Stadien bringen will.

WOZ: Herr Grimm, Sie haben die Swiss Football League mit vielen offenen Baustellen übernommen: Die Aufstockung der Super League auf zwölf Teams und ein neuer Modus, dazu mehr Anbieter im Fernsehmarkt, viele neue Stadien. – Wohin geht der Schweizer Profifussball?

Thomas Grimm: Ich bin im europäischen Fussball viel herumgekommen und kann den Stellenwert der Schweizer Liga gut einschätzen. Auch wenn wir international immer wieder Rückschläge einstecken mussten, haben wir ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Aber: Wir sind eine Ausbildungsliga, eine Liga, die eine Plattform sein kann für Spieler auf dem Weg in grössere Ligen.

In den letzten Jahren orientierten sich die Klubs nach oben, sie wollen an die WM, in die Champions League.

Die Verantwortlichen auf Stufe Verband und Klubs müssen sich solche Ziele setzen. Die Nationalmannschaft ist ja erfolgreich. Es liegt an uns, die Modernisierung voranzutreiben, vor allem was die Infrastruktur, die Stadien angeht. Aber das muss mit Augenmass geschehen: Es wäre wohl nicht sehr sinnvoll, wenn beispielsweise in Winterthur ein Stadion für 20'000 Personen hingestellt würde.

Gewisse Klubs übernehmen sich: Beim FC St.Gallen steht nun trotz neuem, grösserem Stadion weniger Geld für den täglichen Betrieb zur Verfügung. Präsident Michael Hüppi meinte vor kurzem, man habe sich geirrt, als man dachte, neue Stadien seien automatisch auch Geldmaschinen.

Das ist eine sehr interessante Aussage, sie überrascht mich aber nicht. Dasselbe habe ich von Xamax gehört. Aber ich kenne den Businessplan von St.Gallen nicht und kann das nicht beurteilen. Es kommt hauptsächlich auf das Verhältnis zwischen Stadioneigentümer und Klub an.

Hat man sich vielleicht an Modellen aus dem Ausland orientiert, die gar nicht auf die Schweiz übertragbar sind?

Das kann man so nicht sagen. Ich kenne das Beispiel YB aus meiner Zeit als Klubpräsident, und da ist die Konstellation sehr erfolgreich. Aber in Bern gehört der Klub dem Stadionbetreiber. Solange es YB gut geht, geht es auch dem Stade de Suisse gut.

Ist Bern das Erfolgsmodell? Klubs, die den Stadionbetreibern gehören und nicht umgekehrt?

Es ist wichtig, dass Klub und Stadion eine Einheit sind, die gemeinsam auf das gleiche Ziel hinarbeiten. Natürlich ist es fast immer so, dass die Klubs das Kostenrisiko tragen. Es hilft einem Klub enorm, wenn ein «starkes» Stadion hinter ihm steht.

Die Challenge League hatte letzte Saison zwei prominente Abgänge zu verkraften: La Chaux-de-Fonds und Concordia Basel mussten sich unter kuriosen Umständen aus dem Spielbetrieb zurückziehen. Ist die zweit­oberste Spielklasse eine Pleiteliga?

Nüchtern betrachtet ist es doch so, dass in der Challenge League nur ungefähr vier Städte das finanzielle Potenzial und Umfeld haben, um längerfristig oben mitzuhalten. Bei den anderen hängt viel am Prinzip Hoffnung. Um sich längerfristig oben zu etablieren, braucht es mindestens das Vierfache eines Challenge-League-Budgets. Welche Region kann sich das schon leisten? Da sind mir Klubs wie etwa der FC Biel, die wissen, dass sie sich den Aufstieg in die Super League wirtschaftlich gar nicht leisten können, viel sympathischer. Das bringt dem Fussball mehr, als auf Teufel komm raus aufzusteigen und ein paar Jahre später einen finanziellen Scherbenhaufen zu hinterlassen.

Wie ist der Stand mit der Einführung der Zwölferliga?

Es gibt noch verschiedene Dinge zu klären: Ich habe bisher noch keinen überzeugenden Vorschlag für einen neuen Modus ohne Strich gehört – 33 Runden? 44 Runden? Das eine ist unpraktisch, das andere geht zeitlich nicht. Also bleibt eine Lösung mit Strich, wie es das früher gab, entweder innerhalb der Super League oder mit Auf-/Abstiegsrunde. Wenn Sie in die Archive gehen, dann können Sie sehen, dass die gleichen Argumente bei der Einführung und bei der Abschaffung des Strichs ins Feld geführt wurden – Attraktivität der Gegner, Spannung bis zum Schluss. Wer mir eine bessere Idee präsentiert, den lade ich zum Nachtessen in der Zürcher Kronenhalle ein.

Von Super League Klubs werden neue Stadien erwartet ...

Dies muss auch sein. Die Frage, die man sich jedoch stellen kann, ist, wie gross diese Stadien sein müssen. Wir wollen keine Situation, in der zum Schluss der Saison plötzlich der Sechstplatzierte aufsteigt, weil alle anderen sich das nicht leisten können.

Gibt es überhaupt genug Klubs für eine Topliga mit zwölf Klubs?

Die Generalversammlung war auf jeden Fall dieser Ansicht, sonst hätte sie kaum der Aufstockung zugestimmt.

Das klingt nicht, als ob Sie mit diesem Entscheid glücklich wären.

Mein Glück tut da nichts zur Sache. Für mich persönlich ist derzeit die Zehnerliga die optimale Lösung. Aber ich bin Profi: Ich habe als Präsident den Auftrag erhalten, zusammen mit dem Komitee einen Modus für eine Liga mit zwölf Klubs zu erarbeiten, und das werden wir auch tun.

Wann können wir mit der neuen Liga rechnen?

Der Auftrag der Generalversammlung lautete, die Liga «so rasch wie möglich» aufzustocken. Ideal wäre ein Wechsel auf 2012/13, weil dann die Fernsehverträge auslaufen. Auch weil zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich weitere Stadionprojekte umgesetzt sind. Die Entscheidung darüber liegt aber bei der Generalversammlung.

In den Medien äusserten Sie sich bisher vor allem zum Thema Sicherheit.

Mein Ziel ist es, dass jedes Mitglied der Gesellschaft, auch ein Familienvater mit seinen Kindern, im Stadion sein kann und ohne Schaden wieder nach Hause kommt.

Das ist derzeit nicht möglich?

Nein, ich glaube nicht. Leider. Die Fanströme bei den Hochrisikospielen sind nicht immer voraussehbar und somit kaum unter Kontrolle zu bringen, da kann immer etwas passieren.

Ein Familienvater kann nicht mit seinen Kindern ein Fussballspiel schauen gehen?

Doch, aber nicht mit hundertprozentiger Sicherheit bei Hochrisikospielen. Da kann niemand garantieren, dass nichts geschieht.

Ist das Ihr Ernst?

Ich habe noch die Bilder im Kopf von der Begegnung zwischen dem FC Zürich und dem FC Basel, da wurden Leuchtraketen in einen Sektor mit «normalen Fans» gefeuert. Ein einzelner Chaot, gedeckt von Dutzenden von Mitwissern! Und solche Chaoten, das kann einer unter 10'000 sein, machen das Spiel für die anderen kaputt.

Wer sind denn diese «Chaoten»?

Zum einen sind dies Menschen wie Sie und ich, nur haben sich diese in dem Moment nicht mehr unter Kontrolle. Wie beim Spiel FC Luzern gegen GC: Der Fan, der dem GC-Spieler Enzo Ruiz den Plastikbecher an den Kopf geworfen hat, das war kein notorischer Gewalttäter.

Also kann jeder zum «Chaot» werden. Absolute Sicherheit wird es nicht geben.

Nein. Die überwiegende Mehrheit der Matchbesucher ist friedlich, will einfach ein Fussballspiel besuchen und ihren Klub unterstützen. Es gibt aber auch eine verschwindend kleine Gruppe, welche nur Pyros zündet und auf Krawall aus ist. Wir leben jedoch in einer Gesellschaft mit hohem Gewaltpotenzial: Wenn Sie gegen Mitternacht in Zürich durch gewisse Strassen laufen, kann Ihnen auch etwas passieren. Wir müssen aufhören, so zu tun, als ob Gewalt nur im Umfeld von Sportstadien stattfinden würde.

Also ist doch alles im grünen Bereich?

Natürlich nicht. Noch nicht. Die Saison ging los mit Stadionsperren und Becherwürfen, marketingtechnisch war das eine Katastrophe. Und es scheint, als ob die Grenze des Erlaubten steigt, je näher man an ein Stadion kommt: Wenn ich betrunken und grölend durch den Hauptbahnhof Bern stolpere, dann werde ich normalerweise von der Bahnpolizei angehalten. Wenn ich das aber mit Klubschal um den Hals tue, dann lässt man mich gewähren? Das kann doch nicht sein!

Sie haben zu Ihrem Amtsantritt verkündet, dass bis Ende der Saison die Pyros aus den Stadien verschwunden seien. Wieso halten Sie Pyros für ein so grosses Problem?

Sie sind gesetzlich verboten. Solange das so ist, muss man darüber gar nicht diskutieren. Und sie sind gefährlich! Da können lebensgefährliche Verletzungen entstehen, von der Gefahr, wenn es in den Stadien brennt, ganz abgesehen. Es besteht eine Gefahr für Leib und Leben.

Aber die Repression ist gescheitert, das zeigen die Erfahrungen der vergangenen Jahre.

Welche Repression? Wo wurde einmal ein Pyro-zündender Fan aus der Kurve geholt und entsprechend hart bestraft? Solange es noch Leute gibt, die glauben, dass das zur Fankultur gehört – sei das in den Kurven, aber auch in den Klubs und bei den Spielern –, führen wir da allerdings einen schwierigen Kampf.

Gestern die Hooligans, heute die Pyromanen, und morgen? Sie haben vorhin selber gesagt, jeder könne einen Bierbecher werfen. Wer ist am Ende noch im Stadion?

Ich will niemanden ausgrenzen; aber sogenannte Fans, die Pyros abbrennen und sich vor den Stadien prügeln, schaden dem Fussball, und die wollen wir nicht. Und mir sind kreischende Kinder lieber als die üblichen Schlachtgesänge, welche meistens mit «Sch...» anfangen.

Mehr Familienväter, weniger Pyros?

Schauen Sie, ich will auch keine Verhältnisse wie in England, wo sich der normale Fan den Eintritt für die Spiele nicht mehr leisten kann. Aber ich will, dass die Fans wieder zur Vernunft kommen. Ich sehe mich nicht als Hardliner, wie ich derzeit gerne dargestellt werde. Ich will einfach, dass die Gesetze eingehalten und Fussballspiele wieder als friedliche Veranstaltungen wahrgenommen werden.

Ende Juni wurde Thomas Grimm zum Präsidenten der Swiss Football League, der Vereinigung der obersten zwei Schweizer Fussballligen, gewählt. Der fünfzigjährige Jurist arbeitete in den neunziger Jahren als Leiter des Rechtsdienstes des europäischen Fussballverbands Uefa, war Vizepräsident des Exekutivkomitees bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 1998 in der Schweiz und von 2007 bis 2009 Präsident des BSC Young Boys Bern.
STADION ALLMEND 1934 - 2009
\O/ cumk \O/ choooooom \O/

«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
Allmend war.
Raider

Beitrag von Raider »

Bevor Fans wieder vernünftig werden, muss sich zuerst in den oberen
Etagen einiges bewegen. Wir sind nicht eure Clowns
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Gunner
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Beitrag von Gunner »

Pazzo hat geschrieben:vollmongo das...

kreischende kinder lieber als schlachtgesänge
töten diesen sch... :lol:
Schlachtgesänge? :roll:
Fussball ist für alle da, sollten langsam auch die Möchtegern-Ultras aus der Schweiz schnallen.
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LU-57
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Beitrag von LU-57 »

die sollen endlich mal fakten präsentieren. würde gerne mal wissen,
wie "viele" zuschauer an fussballspielen IM stadion verletzt werden
pro saison. denke, diskussion könnte man sich dann gleich sparen...

greez
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«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
Allmend war.
Wessun
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Beitrag von Wessun »

Gunner hat geschrieben:
Pazzo hat geschrieben:vollmongo das...

kreischende kinder lieber als schlachtgesänge
töten diesen sch... :lol:
Schlachtgesänge? :roll:
Fussball ist für alle da, sollten langsam auch die Möchtegern-Ultras aus der Schweiz schnallen.
Warst auch mal ein Möchtegern-Ultra... Wurdest einfach nicht aufgenommen... :roll: :P :roll:
rubber
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Beitrag von rubber »

LU-57 hat geschrieben: Ich will einfach, dass die Gesetze eingehalten und Fussballspiele wieder als friedliche Veranstaltungen wahrgenommen werden
Danke
:!: :!: :!: :!: :!: :!:
ich bin ein Niemand...
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