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Kampf den Hooligans und Rassisten
Berner Zeitung hat geschrieben:«Der SCB wäre klinisch tot»
Von Mischa Aebi.
SCB-Geschäftsführer Marc Lüthi kritisiert nicht nur scharf, er warnt: Der SCB wäre klinisch tot, wenn die kantonalen Polizeidirektoren die vorgeschlagenen Massnahmen im Kampf gegen Hooligans durchsetzen würden.
Eskalation nach dem Spiel FC Basel gegen FC Zürich am 13. Mai 2006: Polizisten und Sportklubs streiten sich, wie man solche Szenen verhindern kann.
Bild: Keystone
SCB-Geschäftsführer Marc Lüthi. (Bild: Andreas Blatter)
Rigorose Kontrollen
Das Szenario für einen Fussball- oder Eishockeyfan könnte ab 2011 so aussehen: Für den Besuch eines Spieles braucht er eine Fancard zur Identifikation. Reist er an ein Auswärtsspiel, muss er ein Kombiticket lösen; das heisst, er muss mit einem organisierten Fantransport anreisen, der ihn direkt in den Gästesektor im Stadion schleust. Die Stadien und ihr Umfeld sind mit hochauflösenden Videokameras ausgestattet. Stehplätze werden abgeschafft. Auf diese und weitere Massnahmen hat sich die Konferenz der Kantonalen Polizeidirektoren einstimmig geeinigt. Zwar sind sie nur eine Empfehlung, doch werden sie von den Städten, den Strafverfolgungsbehörden und Bundesrat Ueli Maurer unterstützt.
Mit der Einführung von Fanausweisen, der Aufhebung der Stehplätze und geleiteter Anreise der Fans wollen Kantone das Hooliganproblem lösen. Sind das taugliche Ideen?
Marc Lüthi: Es gibt zwar im gesamten Massnahmenpaket auch brauchbare Vorschläge. Aber die drei, die Sie erwähnen, sind absolut untauglich.
Warum untauglich?
Deren Umsetzung bedeutete nichts weniger als den Tod des Profisportes. Zynisch gesagt wäre das natürlich schon eine Art, das Hooliganproblem aus der Welt zu schaffen. Aber: Es ist mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
Wie? Hooligans sind doch ein Problem, das auch dem SCB keine Freude bereiten kann, oder?
Niemand bestreitet, dass der Hooliganismus ein Problem ist. Doch es gibt schweizweit nur rund 1000 bis 2000 Hooligans. 99 Prozent der Fans sind völlig friedlich.
Die Massnahmen haben aber zum Ziel, dass gerade die friedlichen Fans wieder gefahrlos Spiele besuchen können.
Das können sie schon heute. Das Problem ist, dass mit diesen drei Massnahmen alle Fans bestraft würden. Es hätte absurde Konsequenzen.
Zum Beispiel?
Nehmen wir das Kombiticket (siehe Infobox), das die Polizeidirektoren einführen wollen. Es hätte zur Folge, dass ein Fan der Langnauer SCL Tigers, der in Bern wohnt, zuerst nach Langnau reisen muss, um dort in einen Fanbus einzusteigen, der dann wieder nach Bern an ein Auswärtsspiel der SCL Tigers fährt. Und das nur, damit er in der Fankurve seines Klubs sitzen darf. Zwischen Bern und Langnau mag diese Doppelreise ja noch verkraftbar sein. Aber es gibt in Bern zum Beispiel auch Davos-Fans
Was befürchten Sie konkret?
Der Witz ist: Die Einführung des Kombitickets würde kaum etwas nützen. Denn der grosse Teil der Hooligans hat schon jetzt ein Stadionverbot. Sie können weiterhin auf eigene Faust anreisen und weiterhin vor den Stadien ihr Unwesen treiben. Die friedlichen Fans werden sich hingegen zweimal überlegen, ob sie mit amtlich auferlegten Umwegen noch an die Spiele kommen.
Aber im Stadion würde es ruhiger.
Das ist es ja: Im Stadion bestimmen schon heute die friedlichen Fans die Situation. Beim SCB gab es in den letzten zwölf Jahren gerade mal zwei Vorfälle.
Wie erfreut sind sie über die Idee, die Stehplätze aufzuheben?
Das ist der untauglichste Vorschlag. Wenn diese Massnahme umgesetzt wird, wäre der SCB klinisch tot. Unser Klub hat keinen Mäzen, der die Einnahmeausfälle einfach ersetzt. Wir sind angewiesen auf gut besuchte Spiele.
Das heisst, Sie befürchten einen massiven Rückgang der Matchbesucher?
Es geht viel weiter: Wir haben seit 70 Jahren eine Stehplatzkultur, und diese Stehplatzkultur, die lebt. Die Stehplätze ermöglichen uns, dass wir moderate Ticketpreise anbieten können, sodass sich jedermann eines leisten kann. Das tun wir bewusst. Wenn wir weniger Plätze haben, weil es nur noch Sitzplätze gibt, dann müssen wir die Preise für die einzelnen Tickets anheben. Nicht mehr alle könnten sich Tickets leisten. Das würde der Stimmung schaden. Der SCB wäre nicht mehr der SCB.
Wie viel weniger Plätze gäbe es?
Wir müssten die Sitzzahl von 17'00 auf 12'000 reduzieren.
Sie kritisieren die Polizeidirektoren. Aber die Klubs selber haben ja auch keine Methode gefunden, wie man das Hooliganproblem in den Griff bekommt.
Es stimmt einfach nicht, dass wir nichts tun. Im Gegenteil. Nehmen wir den SCB: Vor 12 Jahren haben wir 50'000 Franken für die Sicherheit ausgegeben. Heute ist es eine Million Franken im Jahr, die wir dafür aufwenden. Investiert haben wir vor allem in Sicherheitsdienste im Stadion. Im Stadion übernehmen wir die Verantwortung.
Und wie ist das Problem vor den Stadien zu lösen?
Sehr schlecht finde ich, dass die Polizeidirektoren uns, die Sportklubs, nicht einmal mit einbezogen haben, bei der Erarbeitung des Massnahmenpapiers. Das ist unschweizerisch. Nur schon der Name des Dossiers schiesst am Ziel vorbei: Es heisst «Gewalt im Sport». Weder der Sport noch die Spieler haben aber ein Gewaltproblem, sondern ein paar Hooligans.
Was wäre denn der richtige Ansatz, das Problem zu lösen?
Man muss das Problem genau dort anpacken, wo es liegt: bei den wenigen gewaltbereiten Leuten. Nützen würde, wenn man sie schnell und wirksam sanktioniert, sodass es ihnen wehtut.
Mehr als heute also?
Wenn ein Hooligan vor dem Stadion aufgegriffen wird, nimmt die Polizei im Normalfall Name und Adresse auf und lässt ihn in vielen Fällen wieder springen. Summa summarum lässt sich das Problem nur in einer Zusammenarbeit aller beteiligten Parteien lösen.
(Berner Zeitung)
http://www.bernerzeitung.ch/sport/hocke ... y/22204320
Fuck off NLZ!
Wer soll nur all diese *Hooliganfilme* angucken.......
http://www.youtube.com/watch?v=436Qp81J ... r_embedded
http://www.youtube.com/watch?v=436Qp81J ... r_embedded
ADLER 06
Mainz 05 - mehr als nur ein Karnevalsverein
Mainz 05 - mehr als nur ein Karnevalsverein
St. Galler Tagblatt hat geschrieben: forum
Sitzplatz kein Allheilmittel
(Kampf gegen Randalierer, 14.11.09)
Es ist bedenklich, dass die Ausschreitungen und Gewalttaten nach Sportanlässen je länger desto mehr zunehmen und das Thema Fussball fast dominieren. An vorderster Front kämpfen dabei Regierungsrätin Karin Keller-Sutter und der Kommandant der Stadtpolizei Pius Valier.
Den Sitzplatz als Allheilmittel zu betrachten ist irreführend. Denn er wird kaum ein Problem lösen – man kann genauso Alkohol konsumieren und die angeprangerten Lieder und Aktionen weiterführen. Jedoch sind Sitzplätze teurer und es besteht eine eingeschränkte Bewegungsfreiheit, in einem Fansektor ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsproblem. Im Stade de Suisse wurden kürzlich sogar wieder Stehplätze ermöglicht. Zudem ist es doch illusorisch zu glauben, dass mit einem Alkoholverbot im Stadion ein Problem gelöst wird – der Konsum verlagert sich einfach vor das Spiel. Darf man als Folge darauf das Stadion bald nur noch nach einem „Blastest“ betreten?
Ebenso praxisfremd ist die Fan-Card. Genau das ist nicht die erstrebte Verbesserung gegenüber Familien mit Kindern, wenn man sich als Nichtrisikogruppe zuerst registrieren soll. Wenn es in Einzelfällen auch mit der ID gehen soll, warum dann nicht in jedem Fall? Genauso steht es mit der Zwangsanreise mit dem öffentlichen Verkehr.
Ein grosser Teil der Fans verurteilt die Gewalttaten. Es ist erforderlich, dass man sich innerhalb der Fangruppen noch stärker davon distanziert, bis die Chaoten alleine dastehen. Die Polizei muss mit präzisen und griffigen Massnahmen bei Ausschreitungen direkt und unerbittlich zuschlagen. Die Täter müssen sofort und hart verurteilt werden. Bis anhin konnte ein Chaot nach der Tat ein geordnetes Leben weiterführen. Das darf nicht mehr möglich sein. Dazu muss die Politik die nötigen verschärften Gesetzesgrundlagen schaffen, um den gangbaren Ansatz des sogenannten Schnellrichters weiterzuführen. Gezielte Videoüberwachung soll die Behörden dabei unterstützen.
Doch die Massnahmen dürfen nicht in dem Masse die Freiheit und die Fankultur beeinträchtigen, wie es die präsentierten Vorschläge tun. Sportanlässe dürfen weder von Gewalt noch von Sicherheitsmassnahmen eingeschränkt werden. Der von den Fans proklamierten Aussage „Fussballfans sind keine Verbrecher“ muss Rechnung getragen werden, denn auf fast alle trifft dies zu. Mit irreführenden Massnahmen, wie sie vorgestellt wurden, und mit provokativen Polizeiaktionen, wie wir sie in der Vergangenheit gesehen haben, löst man das Problem nicht.
Stefan Zehnder
Vizepräsident BDP Kanton St. Gallen
Fuck off NLZ!
Hans-Jürg Käser redet viel, sagt aber doch nichts..
http://www.bernerzeitung.ch/region/kant ... y/22526227
Hauptsache wir können noch 25 Jahre stehen auf der Allmend! Sie können dafür vor dem Stehplatz-Sektor ein (kleines) Gehege aufstellen, wo man all die schönen Transparente aufhängen kann!
http://www.bernerzeitung.ch/region/kant ... y/22526227
Hauptsache wir können noch 25 Jahre stehen auf der Allmend! Sie können dafür vor dem Stehplatz-Sektor ein (kleines) Gehege aufstellen, wo man all die schönen Transparente aufhängen kann!
Fuck off NLZ!
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- Forumgott

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MäcBier hat geschrieben:http://www.bernerzeitung.ch/region/kant ... y/22526227
war wohl einer mit kks am hoppenKlubs sagen, mit der Aufhebung der Stehplätze wie auch mit den Alkoholverboten in den Stadien bestrafe man die Falschen, nämlich die friedlichen Fans.
Ich war an einem Hochrisikospiel in Belgien. In belgischen Stadien gibt es keinen Alkohol. Punkt. Das funktioniert dort. Und es ist eine Tatsache, dass gewaltbereite Menschen unter Alkoholeinfluss deutlich enthemmter und damit leider auch gewaltbereiter werden.
offene wettschulden: +10 von TJ (bald verjährt), +10 von Torpedo (bald verjährt)


belgien eh sehr ruhiges pflaster! wieder mal gutes beispiel..
L U C E R N E - Till I Die!
Kämpfe Lozärn, Kämpfe Lozärn!
mer wend Euch gwönne gseh!
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Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
dass er der fanszene schaden wird, davon bin ich genau so überzeugt! aber ich hoffe wir werden das überstehen!
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bierler hat geschrieben:http://www.youtube.com/watch?v=_YLyNCTRZPs
guter bericht auch die weiteren länder!
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