was trifft nicht immer zu? dass man gegenüber anderen kantonen steuern spart?KlamDo hat geschrieben:das mag in deinem fall stimmen. immer trifft das aber nicht zu.bezüglich miete rechne ich einfach das drauf, was man an steuern pro monat spart.
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Steuergerechtigkeits-Initiative
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fakt ist: 16 kantone müssten ihre steuern nach annahme der initiative erhöhen. was marginal ist und was nicht, überlasse ich dir bzw. dem tagi.Heiri hat geschrieben:aus dem Tagi:
ISt das so?Ist der Fall Schindler so extrem, weil der Unternehmer derzeit im Tiefsteuerkanton Nidwalden besteuert wird? Oder anders gefragt, müsste er in einem anderen Kanton bereits jetzt so viel Steuern bezahlen?
Das hängt vom jeweiligen Kanton ab. Diese Steuergerechtigkeitsinitiative ist ja nicht eine Reichtumssteuer, auch keine Abzockersteuer. Reiche in Basel, Bern oder Zürich würden ja bei deren Annahme nicht betroffen. Diese Initiative zielt auf die Beseitigung von Exzessen in extrem tiefen Steueroasen wie einigen Gemeinden in Nidwalden, die zulasten anderer Kantone oder Städte den Wohlhabenden eine Steuervermeidung anbieten. Herr Schindler wohnt in Hergiswil, aber er nutzt sämtliche Zentrumsleistungen der nahen Stadt Luzern, die Infrastruktur und die Kultureinrichtungen, und zahlt in Hergiswil nichts an diese Zentrumslasten. Diese Verzerrungen im Steuerwettbewerb, und nur diese, will die Initiative korrigieren. In achtzehn andern Kantonen sind die Wohlhabenden wie Herr Schindler von der Initiative nicht oder nur marginal betroffen.
ps: unglaublich, was sich der tagi zusammenreimt. erstens stimmts nicht, dass hergiswil nichts an die zentrumslasten leistet - nur ein beispiel: an die zentralbahn-tieferlegung im kanton luzern bezahlen sowohl der kanton nidwalden als auch die gemeinde hergiswil millionenbeiträge. zweitens weiss der tagi garantiert nicht, ob schindler "sämtliche zentrumsleistungen der nahen stadt luzern nutzt" oder nicht. entscheidend ist aber: jede gemeinde ist frei, von den bösen trittbrettfahrern höhere tarife für die nutzung der infrastruktur zu verlangen!
nein, muss er nicht. eine saubere leistungsüberprüfung tut jedem gemeinwesen gut. leider kommts oft erst nach äusserem (spar-)druck dazu.hässig-AL hat geschrieben:irgendwoher muss ja der statt das geld reinholen.
so what? es ist auch schwierig, in der hochsaison eine einigermassen anständige ferienwohnung zu einem anständigen preis in st. moritz zu finden. doch genauso, wie es kein menschenrecht auf ferien in st. moritz gibt, gibts auch keins auf wohnen in zug.KlamDo hat geschrieben:wenngleich diese blick-story zu doof ist, ein problem ist die sache trotzdem. zug wird systematisch "ausgehöhlt". und du weisst selber sicher auch, dass es nicht mehr ganz so einfach ist, im zugerland einigermassen veritable mietwohnungen zu einem anständigen preis zu finden.
im strukturschwachen seetal kriegt die im blick zitierte familie keiser verglichen mit zug wesentlich mehr wohnraum für ihr geld. sie nutzt also den wettbewerb zu ihren gunsten und tut das, was linke bei den reichen verteufeln.
und selbst wenn man das als problem erachtet: ist die steuerinitiative die passende medizin dagegen oder gibts nicht schlauere lösungswege (z.b. auf kantonaler ebene durch stärkung von wohnbau-genossenschaften an attraktiven standorten)?
Im Moment ist es so, also in der Schweiz lohnt sich eine Lohnerhöhung immer. Aber es würde mich auch interessieren wie das bei Annahme der Initiative wäre. Sonst kann jemand der 251k hat 1001 CHF an ein Kinderheim spenden und spart dann 23.000 Steuern.LU-57 hat geschrieben:Insider hat geschrieben:der artikel ist wahrlich schlecht und geht von der annahme aus, dass die steuersätze ab 250'000 franken einen sprung auf 22% machen. dann würde es so sein, dass ein 249'000 franken verdienender also weiterhin ca. 32'000 franken steuern zahlt und der mit 250'000 aber 55'000 franken. ist es also fair, wenn der der mehr verdient schlussendlich 22'000 franken weniger zum leben hat? ist das die gerechtigkeit, die in der initiative erwähnt wird?
ich glaube nicht, dass das so durchsetzbar wäre. quelle: mein gesunder menschensverstand.
ist es nicht so, dass man für die ersten 250'000.- (um dein beispiel aufzunehmen)
immer gleich viel steuern zahlt, egal ob man 250'000 oder 100 millionen verdient!?
greez
finde letzteres auch viel besser, keine frage. habe nur erwähnt, dass das problem "günstiger wohnraum in zug" nicht wegzuleugnen ist.UNDERCOVER hat geschrieben:und selbst wenn man das als problem erachtet: ist die steuerinitiative die passende medizin dagegen oder gibts nicht schlauere lösungswege (z.b. auf kantonaler ebene durch stärkung von wohnbau-genossenschaften an attraktiven standorten)?
das sehe ich genau so. interessant finde ich in diesem zusammenhang, dass man angst bei der bevölkerung schürt, dass nach annahme der initiative praktisch JEDER mehr steuern zahlen muss.eine saubere leistungsüberprüfung tut jedem gemeinwesen gut. leider kommts oft erst nach äusserem (spar-)druck dazu.
insofern könnte legia ja auch FÜR die initiative stimmen, denn einen lösungsansatz hat er ja bereits...
@camel: ich meinte, dass der vergleich steuern sparen vs. hohe miete nicht immer ein trade-off ist. in zug kann das leben insgesamt trotzdem teurer sein - je nach situation.Legia hat geschrieben:Anstatt mehr einzunehmen kann der Staat auch weniger ausgeben.
In der sozialen Wohlfahrt, Asylwesen, Bürokratenlöhne u.s.w.
Es gibt viele Möglichkeiten.
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hässig-AL hat Folgendes geschrieben:
irgendwoher muss ja der statt das geld reinholen.
nein, muss er nicht. eine saubere leistungsüberprüfung tut jedem gemeinwesen gut. leider kommts oft erst nach äusserem (spar-)druck dazu.
selbstverständlich UC
zum beispiel appenzell innerrhoden.
mit dem heutigen gesetz, kann herr maier und herr blumer von heute auf morgen den kanton wechseln, nur weil es im nachbarkanton günstiger ist.
2 supperreiche von appenzell innerrhoden (von denen es wenige gibt)
diese steuerausfälle müssten ganz klar wieder reingeholt werden für unseren kleinen kanton.
und wie holt sich der kanton das wieder rein? mit erhöhten steuern/gebühren
irgendwoher muss ja der statt das geld reinholen.
nein, muss er nicht. eine saubere leistungsüberprüfung tut jedem gemeinwesen gut. leider kommts oft erst nach äusserem (spar-)druck dazu.
selbstverständlich UC
zum beispiel appenzell innerrhoden.
mit dem heutigen gesetz, kann herr maier und herr blumer von heute auf morgen den kanton wechseln, nur weil es im nachbarkanton günstiger ist.
2 supperreiche von appenzell innerrhoden (von denen es wenige gibt)
diese steuerausfälle müssten ganz klar wieder reingeholt werden für unseren kleinen kanton.
und wie holt sich der kanton das wieder rein? mit erhöhten steuern/gebühren
Vergleich Luzern - Zug (Stadt Luzern ja noch heilig bei Steuern, im Gegensatz zu Emmenbrücke):Camel hat geschrieben:was trifft nicht immer zu? dass man gegenüber anderen kantonen steuern spart?KlamDo hat geschrieben:das mag in deinem fall stimmen. immer trifft das aber nicht zu.bezüglich miete rechne ich einfach das drauf, was man an steuern pro monat spart.
Bruttoeinkommen (CHF) - Gespart pro Monat (CHF)
40'000 - 160
50'000 - 235
60'000 - 300
70'000 - 365
80'000 - 425
90'000 - 465
Einfach so als Anschauungsbeispiel, was die Miete zusätzlich kosten darf pro Monat. Kommt dazu, dass der Durchschnittslohn in Zug (wie auch in Zürich) höher ist. Wer nicht mitten im Zentrum von Zug wohnen will, der findet damit locker eine Wohnung.
Was willst du damit sagen? Dass auch mit tieferen Ansprüchen im ganzen Kanton nichts zu finden ist?KlamDo hat geschrieben:wie gesagt,Camel hat geschrieben:Wer nicht mitten im Zentrum von Zug wohnen will, der findet damit locker eine Wohnung.das mag in deinem fall stimmen. immer trifft das aber nicht zu.
nee. aber die steuerunterschiede sind in absoluten zahlen nicht für jedermann gleich. und die mietpreis-unterschiede sind für 5 1/2-zimmer-wohnungen auch anders als für 3 1/2-zimmer-wohnungen. und darum geht die rechnung nicht für alle gleich auf.
zudem war dein vergleich zentrum-zentrum. man könnte auch einen vergleich zentrum-land ziehen, das würde nochmals ein anderes bild aufzeigen.
zudem war dein vergleich zentrum-zentrum. man könnte auch einen vergleich zentrum-land ziehen, das würde nochmals ein anderes bild aufzeigen.
bei 5 1/2 zimmer wohnung rechne ich aber nicht mit 50'000 einkommen... finanziell würde sich zug sicher mehr lohnen als meierskappel. aber zum glück ist das ja nicht das einzige was zählt.KlamDo hat geschrieben:nee. aber die steuerunterschiede sind in absoluten zahlen nicht für jedermann gleich. und die mietpreis-unterschiede sind für 5 1/2-zimmer-wohnungen auch anders als für 3 1/2-zimmer-wohnungen. und darum geht die rechnung nicht für alle gleich auf.
Die einzig wichtige und richtige Berechnung ist diejenige der Economiesuisse. Und die würde ich ernst nehmen wenn ich euch wäre.dragao hat geschrieben:Ich weiss ist ein Blick-Artikel, finde ihn aber trotzdem sehr interessant.
http://www.blick.ch/news/schweiz/politi ... uss-160759
Vor allem die Berechnungen der Basler Steuerverwaltung widersprechen doch der Annahme, dass für den Mittelstand die Steuern steigen würden, sogar im Gegenteil!
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1. schreibt die Verfassung vor, dass die Besteuerung gleichmässig sein müsse – also nicht einfach ab einer bestimmten Einkommenshöhe plötzlich stark ansteigen dürfe. Somit ist ob der Mittelstand tiefere Steuern zahlen muss.Heiri hat geschrieben:Bitte begründen, Dankeseimon hat geschrieben:ganz klares nein...!!!
2. will die sp die pauschalbesteuerung abschaffen. die sp hat aber nicht berücksichtig das div. Personen (z.b. Rennfahrer (Raikönnen, Hamilton, Vettel, Alonso) nur ihre Steuern hier bezahlen, weil diese Pauschalbesteuerung besteht. Fällt diese weg zahlen Sie ihre Steuern lieber in Monaco. Somit fallen diese Einkommen ganz weg.
3. Die Reichen Leute machen den grössten Teil der Steuereinnahmen aus, und für diese ist es ein leichtes in dem Land Steuern zu zahlen wo sie am wenigsten müssen, da sie div. Häuser, resp. Wohnsitze besitzen. Somit würden hier auch wegfallen. Diese müssten dann alle wieder durch den Mittelstand berappt werden.
