Aus meiner Sicht wirklich brutal. Nur für einmal hat die SFL schon recht. Nur eine Frage stellt sich mir: Warum erst jetzt?Im Ländle sind sie gewaltig stolz auf den Höhenflug des FC Vaduz. Seit Trainer Martin Andermatt im Amt ist, holten die Liechtensteiner in 11 Spielen 7 Siege und 4 Remis – eine beeindruckende Bilanz. Und sollte Vaduz die restlichen drei Partien der Challenge League gewinnen, haben sie zumindest den Barrage-Platz auf sicher. Dieser garantiert das Duell gegen den Zweitletzten der Super League um einen Platz in der obersten Liga.
Doch die Aufstiegsträume der Fürstensöhne könnten jäh platzen. 20 Minuten hat in Erfahrung gebracht, dass der «Fall Vaduz» an der heutigen GV der SFL das Haupttraktandum ist. Dabei geht es natürlich ums Geld. Durften die Liechtensteiner bisher 30 Jahre lang kostenlos in der Schweiz mitkicken, soll sich dies schlagartig ändern. Die zwei Vorschläge, welche das SFL-Komitee heute den 27 Klubs zur Abstimmung vorlegen wird, sind knallhart.
Erstens: Will Vaduz weiter am Spielbetrieb der SFL teilnehmen, muss der Klub laut Traktandenliste innert zehn Tagen 200 000 Franken an die SFL zahlen. Damit nicht genug: Die Liechtensteiner verzichten unter anderem auf sämtliche TV-, Sponsoren-Gelder und auf eine allfällige Teilnahme am Europacup und bezahlen ab der Saison 2004/05 die Schiedsrichterkosten aus dem eigenen Sack.
Weigert sich Vaduz jedoch, diesen Forderungen nachzukommen, kommt die zweite «Lösung» (laut offiziellem SFL-Schreiben vom 29. April an die Vereine) zum Zuge: Der FC Vaduz müsste in die 1. Liga absteigen – heisst es wortwörtlich.
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