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Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

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John Maynard
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von John Maynard »

:applaus:
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Tchouuuga
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Tchouuuga »

https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 28220.html

Der Showdown am Bezirksgericht – 26. Februar 2026
Seit über drei Jahren schwelt der Streit zwischen Alpstaeg und dem Verwaltungsrat – nun rückt die entscheidende Frage in den Fokus: Wurde dem Swisspor-Patron der 25-Prozent-Anteil zu Recht aus dem Aktienbuch gestrichen oder nicht? Am Donnerstag treten beide Parteien vor dem Luzerner Bezirksgericht an und legen ihre Standpunkte dar. Mit einem Urteil ist an diesem Tag allerdings nicht zu rechnen. Das dürfte erst einige Tage oder Wochen später vorliegen. Dann hätte die unterlegene Seite immer noch die Möglichkeit, den Entscheid weiterzuziehen. Wobei: Sollte der Verwaltungsrat den Kürzeren ziehen, ist angesichts seiner veränderten Zusammensetzung (mit Michael Sigerist als Präsident und Marco von Ah als Mitglied) inzwischen auch denkbar, dass er das Urteil akzeptiert.


Sind Michael Sigerist oder Marco von Ah Alpstäg "nah"? Kann mir nicht vorstellen, dass beim eingeschlagenen Weg ein Urteil zugunsten von Alpstäg akzeptiert wird, auch wenn der VR inzwischen anders besetzt...
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Murmi
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Murmi »

Tchouuuga hat geschrieben: 25. Feb 2026, 18:21
Sind Michael Sigerist oder Marco von Ah Alpstäg "nah"? Kann mir nicht vorstellen, dass beim eingeschlagenen Weg ein Urteil zugunsten von Alpstäg akzeptiert wird, auch wenn der VR inzwischen anders besetzt...
Dazu hat er sich bis heute meines Wissens nicht geäussert. Eventuell am Basisstamm, aber da war ich nicht.
„nur wer die Vergangenheit versteht, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten“

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LU-57
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von LU-57 »

lucerne hat geschrieben: 24. Feb 2026, 07:45
“Neue Luzerner Zeitung, 24.02.2026, DW” hat geschrieben: [...] Britschgi stellte fest: «Der FCL ist im Moment selbsttragend.» [...]

Bei den Matcheintritten sowie den VIP- und Sponsoringeinnahmen ist der FCL auf gutem Weg, im Geschäftsjahr 2025/26 rechnet man mit einem Plus zwischen 7 und 9 Prozent im Vergleich zum letzten Jahr. Weil der Klub ein konsequentes Kostenmanagement betreibt und auf eine nachhaltige Nachwuchsförderung und Transferpolitik setzt, sollte das strukturelle Ergebnis nochmals um 1 bis 2 Millionen besser sein, informierte Britschgi. Bereits im Geschäftsjahr 2024/25 konnte der FC Luzern erstmals seit 2018/19 einen Gewinn (555'000 Franken) erzielen. (dw)
:thumbleft:

das geht erfreulich schnell weiter in die richtige richtung!
Murmi hat geschrieben: 25. Feb 2026, 19:00
Tchouuuga hat geschrieben: 25. Feb 2026, 18:21
Sind Michael Sigerist oder Marco von Ah Alpstäg "nah"? Kann mir nicht vorstellen, dass beim eingeschlagenen Weg ein Urteil zugunsten von Alpstäg akzeptiert wird, auch wenn der VR inzwischen anders besetzt...
Dazu hat er sich bis heute meines Wissens nicht geäussert. Eventuell am Basisstamm, aber da war ich nicht.

sigerist hat sich ebenfalls klar dazu bekannt, dass der fcl keinen mehrheitsaktionär mehr haben darf. von von ah habe ich entsprechendes bislang selber nicht mitbekommen. aber auch er wird kaum eine andere meinung zu diesem thema haben können/dürfen. die rückkehr eines mehrheitsaktionärs würde die gesamte positive entwicklung der vergangenen bald 3.5 jahren (siehe u.a. oben), existenziell bedrohen bzw. zerstören. es gibt keinen weg mehr zurück. das wissen eigentlich alle.

interessant ists dennoch, was morgen am gericht so zu und hergehen wird. bleibt zu hoffen, dass dem gericht nicht wieder eine walliserin vorsteht und der börni auch etwas versteht. da er dieses mal nicht selber angeklagt ist, darf er leider auch nicht vorne sitzen bleiben (auch wenn er das wiederum möchte).

greez
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«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
Allmend war.
Aufwindfahne
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Aufwindfahne »

Aufwindfahne hat geschrieben: 23. Jan 2025, 17:50
Das sehe ich nicht so, ansonsten würde das ja heissen, dass praktisch alle NLA Klubs diese Optimierungspotentiale links liegen lassen.
Der Punkt ist, dass es den meisten Clubverantwortlichen tatsächlich ziemlich egal ist - es wird ihnen immer und immer wieder das nötige Geld nachgeschoben. Zu einem Preis, der einigen etwas egaler ist als anderen: Die Unabhängigkeit geht verloren. Der Schweizer Fussball wird Stück für Stück demontiert und kaum einen störts.

Etwas vereinfacht dargestellt sieht es so aus:

In den letzten Jahren abhängig von regelmässigen Geldgebern mit ziemlich grossen Summen (>5 Mio jährlich):
Basel, Sion, FCZ, Servette, Lausanne, Lugano, GC, Yverdon

Bei Basel gehts aktuell mit Transfern auf, sie bleiben zudem lokal unterstützt, sollte es wieder mal schiefgehen. In den letzten Monaten haben sie genau deswegen die Geschäftsstelle ziemlich heftig umgebaut. Sion und FCZ bleiben ebenfalls in lokaler Hand (aber abhängig von grosszügigen Constantins und Canepas), Servette hat mit der Rolex-Stiftung einen stabilen Rückhalt. Lausanne ist bekanntlich bei Ineos angehängt und die anderen drei Clubs wurden an Trumps Landleute verkauft.

Weitgehend selbsttragend und unabhängig sind genau zwei Clubs: YB (dank CL resp. der fetten Spritze, die sie dahin gebracht hat) und FCSG (dank solider Arbeit, zumindest im nicht-sportlichen Bereich :mrgreen:)

Winterthur kämpft irgendwo dazwischen, die drehen jeden Franken zweimal um und Familie Keller springt ein bei Bedarf.
...ganz doof sind all die Verantwortlichen ja nicht.
Nein, aber viele denken eher sekundär an die Werte des Clubs und wohin das alles führt...
https://www.lausanne-sport.ch/vincent-s ... nne-sport/
Lausanne überführt das rechtliche Eigentum nun einem Blind Trust in UK, der Präsident aus dem Ineos-Haus Leen Heemskerk tritt zurück und Vincent Steinmann wird CEO (und Präsident a.i.). Das Ziel bleibt vage... immerhin löst man somit allfällige Konflikte bezüglich Europacup-Quali - aber was heisst das finanziell konkret? Bin gespannt.
Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst was dafür zu tun,
ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten.

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Pixel
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Pixel »

In der LZ von heute...
Die Zukunft von Mario Frick beim FC Luzern bleibt offen, U21-Coach Michel Renggli bestätigt Ambitionen. Externe Kandidaten für den FCL-Trainerjob gibt's natürlich auch.

Exklusiv für Abonnenten

Michel Renggli leistet beim FC Luzern seit Sommer 2022 hervorragende Arbeit als U21-Coach und Talentförderer.

Vergangenen Sonntag kehrt Michel Renggli überraschend auf den TV-Bildschirm zurück. Der frühere Captain des FC Luzern gibt beim Bezahlsender Blue Sport sein Comeback als Fussballexperte. Bereits vor zehn Jahren arbeitete er in dieser Rolle dort und dazwischen auch beim SRF. Es stellt sich allerdings die Frage, warum der eloquente Ex-Profi ausgerechnet jetzt ein solches Engagement eingeht. Denn bekannt ist, dass der U21-Trainer des FCL nach vier Jahren eine neue sportliche Herausforderung sucht.

Renggli wird am 19. März 46 Jahre alt. Er zählt nicht mehr zu den jungen Trainertalenten. Darum stellt er klar: «Ich bin bereit für eine neue Aufgabe.» Das heisst, er ist ambitioniert und kandidiert für die Nachfolge von Mario Frick. Der Vertrag des 51-jährigen Liechtensteiners läuft Ende Saison nach insgesamt viereinhalb Jahren aus. Renggli präsentiert letzten Sonntag selbstbewusst seine Erfolge im Blue Studio: «In der Nachwuchsarbeit haben wir über 20 Spieler, die inzwischen Fuss gefasst haben in der Super League. Die kenne ich natürlich auch und weiss, was es braucht, damit man dort hinkommt.»

Meyer, Prince und Bieri dürften sich entschieden haben
Ausserdem hat Renggli in der Saison 2022/23 für eine Premiere gesorgt: Er ist der bisher einzige Coach, der mit einer Nachwuchsmannschaft den Meistertitel in der Promotion League feierte. In der Gegenwart spielt sein junges U21-Team im Mittelfeld der dritthöchsten Schweizer Liga. Beim FC Luzern geniesst er einen hervorragenden Ruf als Ausbildner. Es gibt an einflussreicher Stelle Personen, die sagen, dass im Sommer kein Weg an Renggli vorbeiführt, wenn es um die Nachfolge von Frick geht. Andererseits ist von Entscheidungsträgern wie Sportchef Remo Meyer oder dem für den Sport zuständigen Verwaltungsrat Laurent Prince keine ähnliche Aussage zu vernehmen.

Meyer machte nur wenige Tage nach dem blamablen Aus im Cup-Viertelfinal gegen Stade Lausanne-Ouchy eine deutliche Aussage: «Es ist der Wunsch, gemeinsam mit Mario Frick mindestens die Saison zu beenden.» Mit ‹mindestens› lässt der FCL-Sportchef durchblicken, dass es seine Absicht ist, den auslaufenden Vertrag zu verlängern. Doch soweit ist es noch nicht. Vom Klub antwortet man wie immer bei solchen Fragen zu personellen Entscheiden: «Wir kommunizieren zu gegebener Zeit, sobald es Neuigkeiten gibt.»


Zurzeit soll weiterhin Fussball gespielt werden, ehe sich die Verantwortlichen mit Frick zu möglicherweise finalen Gesprächen zusammensetzen. Schliesslich besteht immer noch die Chance, dass sich die Innerschweizer mit einem starken Finish in den restlichen vier Spielen gegen Winterthur, Lausanne, Servette und St.Gallen doch noch für die Championship Group der besten sechs Mannschaften qualifizieren. Aus einem Sechspunkte-Rückstand auf Sion (5.) und YB (6.) müsste der FCL wie in der vergangenen Saison nach 33 Runden eine Platzierung in den Top 6 erreichen.

Vor etwas mehr als einem Monat zeigte sich in Sion, wie eng die Bande zwischen Josef Bieri, dem starken Mann im Klub, und Mario Frick ist. Vizepräsident Bieri umarmte den Cheftrainer nach dem beruhigenden 0:0-Unentschieden im Tourbillon innig. Sechs Spiele mit vier Siegen und total zwölf Punkten später kann festgestellt werden: Die Luzerner Verantwortlichen haben alles richtig gemacht. Frick lieferte mit seiner Mannschaft, der Absturz auf den Barrageplatz konnte verhindert werden.

Entwickelt sich das Team unter Frick nochmals weiter?
Eine Frage werden sich die FCL-Verantwortlichen trotzdem stellen müssen: Kann die Mannschaft unter Frick noch einmal Fortschritte erzielen oder braucht sie frische Impulse? Im Umfeld von Renggli ist man überzeugt, dass dieser seine Ex-Schützlinge aus dem Nachwuchs noch einmal auf ein höheres Niveau hieven könnte. Wie vor achteinhalb Jahren Gerardo Seoane soll er für einen Aufbruch sorgen. Zudem müsste der Klub bei Renggli kein wirtschaftliches Risiko eingehen, nur dem eigenen Mann die Chance geben.
Gott bewahre! :clown:

Falls es weder mit Frick noch mit Renggli zu einer Einigung kommen sollte, stünden selbstverständlich auch andere gestandene Trainer bereit. Zum Beispiel Ludovic Magnin oder Giorgio Contini. Beide sind nach ihren Freistellungen bei Basel und den Young Boys frei.
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tangojoe
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von tangojoe »

Pappnasen-Journi!
:clown: :clown: :clown:

Wie war das doch noch damals?
Zitat Yakin: «Dani, ich weiss nicht, welche Medikamente du am Morgen nimmst, aber nimm ein bisschen weniger, nimm ein bisschen weniger Medikamente am Morgen, ist gut?»
:supz: :supz: :supz: :applaus:
the clou
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von the clou »

Ja, unser Daneli – der scheint wieder einmal sehr empfänglich für Stimmen aus dem Umfeld zu sein. Das Problem ist nur: Dieses „Umfeld“ bleibt wie so oft anonym.
Was soll man von Aussagen halten wie: „Im Umfeld von Renggli ist man überzeugt, dass dieser seine Ex-Schützlinge aus dem Nachwuchs noch einmal auf ein höheres Niveau hieven könnte“? Für mich wirkt das eher wie ein Versuch, jemanden zu pushen.
Ob das der richtige Weg ist, wage ich zu bezweifeln – vor allem über die Medien. Ich hoffe einfach, dass solche Aussagen nicht direkt von Renggli selbst stammen, denn das würde seiner Integrität nicht unbedingt helfen.
Und wenn man an das Renggli "Abenteuer" beim FCB in der U21 zurückdenkt, war dort ja auch nicht alles gerade überzeugend. Das lässt Daneli ausser acht.
Aufwindfahne
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Aufwindfahne »

Aufwindfahne hat geschrieben: 17. Apr 2025, 17:59
Aufwindfahne hat geschrieben: 15. Apr 2024, 14:17
Aufwindfahne hat geschrieben: 24. Apr 2023, 16:27 Die erste Info zur Lizenz ist eingetroffen. In einer Woche herrscht dann noch mehr Klarheit.
https://www.sfl-org.ch/fileadmin/user_u ... A_2022.pdf

Persönliche Einschätzung zur ganz allgemeinen Lage:

1) YB: werden sehr lange uneinholbar bleiben, ausser Philipp Degen übernimmt mal den Laden.
2) FCSG: Dass die sportlich nicht besser abschneiden, kann eigentlich nur an der Pandemie, dem VAR und Alain Bieri liegen. Und an allen anderen. Die Basis an sich würde stimmen. Sehr solid. Da werden wir uns noch ein paar Mal ärgern müssen.

Mittelfeld, kann in beide Richtungen kippen: FCZ (ohne Canepa habt Ihr keine Chance), FCL (aufgrund des Transferertrags-Potenzials mit besseren Aussichten als bisher - und der Alte muss weg), FCB (ohne Europa wärs wohl ganz, ganz schwierig), Servette (Rolex & Co. halten sie gerade noch so über Wasser - wie lange geht das gut?)

Lugano, GC, Sion: z.T. echt schockierende Zahlen, wow. Praktisch zu 100% abhängig von einer einzigen Firma oder einer Person. Hören die auf, können sie froh sein, wenn noch jemand Zeit findet zum Lichter löschen.
1 Jahr später. Hat sich nicht so viel verändert. Ausser dass der FCB nun tatsächlich ohne Europa da steht. Turnover ohne Verkauf für mich nicht vorstellbar. Dafür hat sich das Investment bei Servette zumindest sportlich gelohnt. Aber wie bei Lugano stellt sich die Frage: Was, wenn da der reiche Onkel einmal ausbleiben sollte?
... und schon wieder ist ein Jahr rum. https://assets-eu-01.kc-usercontent.com ... 4%20de.pdf

- Beim FCB ists auf die richtige Seite gekippt. Beeindruckende Transfers und auch die Arbeit auf der Geschäftsstelle (=> massive Kosteneinsparungen) lässt sich sehen. Hätte ich so nicht erwartet, plötzlich ist da wieder eine Menge an Eigenkapital da. Das strukturelle Defizit (exkl. Transfers) inzwischen auf 10 MCHF runtergebracht, Ziel soll eine nochmalige Halbierung dessen sein. Was immer noch viel ist, aber dem FCB ist zuzutrauen, das zu stemmen - volatiles Transfergeschäft hin oder her. Könnte durchaus aufgehen, dass sie wieder regelmässig in den Top 3 anzutreffen sind ohne sich zu verschulden.
- Servette mit massivem Kostenanstieg, aber solange Rolex halt zahlt, störts wohl niemanden wirklich...
- Lausanne ebenfalls teurer geworden. Mit überschaubarem Erfolg, im Dezember sah es ja noch recht gut aus (heimlicher Meisterkandidat, Perle Alvyn Sanchez) - wie volatil dieser Sport sein kann, haben sie in aller Deutlichkeit zu spüren bekommen.
- St. Gallen mit etwas mehr Mut budgetiert, können sichs dank solider Kapitalisierung leisten. Aber dem Vernehmen nach wird auch hier in Zukunft wieder mehr auf die Finger (Kosten) geschaut.
- FCZ bekanntlich dank 7.5 MCHF Canepa-Support mit der schwarzen Null. Wie oft machen die solche verrückten Malenovic-, Moniz- & Mendy-Experimente mit?

Bin gespannt, wie lange v.a. die Besitzer in Yverdon, bei GC und auch in Lugano (trotz neuem Stadion) Geduld haben. Das sind pure Geldverbrennungsmaschinen und europäisch wirds ab 26/27 auch weniger interessant. You can call it Zeitbomben.
same procedure as every year

https://assets-eu-01.kc-usercontent.com ... A_2025.pdf

Der Cupsieg vom FCSG ist nur noch Formsache, am Ende wurden sie aber nicht einfach nur von Losglück begünstigt, sondern es ist schlicht Belohnung und das Ergebnis jahrelanger solider Arbeit. Jetzt kann es wohl nicht mal mehr die eigene Sportabteilung verhindern, dass sie einen Titel holen.

Was die Übersicht aber m.E. auch klar aufzeigt: Europacup-Teilnahmen sind kein echter Gamechanger. Selbst bei Quali einer Gruppenphase bleibt das strukturelle Ergebnis eine Herausforderung, es ist eher ein Risiko und braucht ungemeine Disziplin in der Kostenentwicklung.

Basel, YB, St. Gallen weiterhin ziemlich stabil, da würde es auch mal ein Jahr mit Minus vertragen.

Im Mittelfeld gibts kaum mehr Luft. Der FC Thun wird ein sehr spannender Case, vor wenigen Wochen besorgte man sich ein Darlehen mit Rangrücktritt von 4 Millionen Franken, mal sehen, wie es im Sommer wird (Transfers, Europacup) - es wäre für mich nicht sehr überraschend, wenn sie den FCL beim negativen Eigenkapital schon bald überholen.

Beim FCZ kippt es immer mehr in Richtung Modell Lausanne, regelmässige Alimentierung im hohen einstelligen Millionenbereich. Der einzige Unterschied: Die Finanzierung ist bislang über ein schrilles Ehepaar mit Lokalkolorit gesichert. Mit einer Anleihe von 4 Millionen kurz vor der Lizenzeingabe sieht es aber auch da nach einer gewissen Portion Verzweiflung aus.

Die Summen sind total crazy, bei Lugano und Servette sinds nun über 20 Millionen im Jahr, GC kämpft konstant mit minus 15 Millionen gerade mal um den Barrageplatz.
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Hans Nötig
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Hans Nötig »

Güllen bereits als Cupsieger auszurufen, finde ich heikel. Ja, die Chance ist (leider) recht gross. Aber zuerst muss SLO noch geschlagen werden, welche nicht unverdient im Final stehen.
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Lubamba
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Lubamba »

Aufwindfahne hat geschrieben: 20. Apr 2026, 08:29 Die Summen sind total crazy, bei Lugano und Servette sinds nun über 20 Millionen im Jahr, GC kämpft konstant mit minus 15 Millionen gerade mal um den Barrageplatz.
Da triffst du einen wunden Punkt...

Es gab Zeiten, da konnte Facchinetti mit Xamax ein Ensemble bauen mit durchaus int. Potential für Achtungserfolge, dominiert die NLA. In den 90ern war da auch für Fische der Grösse Constantin im Wallis auch noch möglich. Ebenso die ganze Zeit für die Bankiers mit GC in Zürich. Wer heute in die Wüste geht mit 30ig, kam damals ins Hochlohnland Schweiz: Rummenigge, Netzer - absolute Weltstars. Wen kriegst heut noch? Balotelli oder so ein Schänder namens M...

Seit den 10ern kippts und spätestens nach Corona gibt's keine Hemmungen mehr, das FinancialFairplay ein schlechter Witz...
Klar gäbs selbst hierzulande noch potente Milliardäre - aber willst dir wirklich ein Hobby anlachen, welches schnell 50 Mio/Jahr verschlingt, wenn du angreifen willst...und ggf. 3-4 Jahre erstmals aufbauen musst. 10 Jahre à 50 Mio. sind auch eine halbe Milliarde...

Ich finds bedenklich und hoffe auf Knäbel, dass er die vielen irrationalen Clubpräsis bisschen zur Räson & auf Linie bringen kann. Mit Blick auf Italien & Co. kann man sagen, alles noch im Grünen Bereich bei uns. Sieht man das Glas halbleer, schaue ich nach Norwegen, Belgien, Polen, Österreich, an die U-Turniere und sehe, dass die NLA den Zug nur noch aus der Ferne sieht.
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