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Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

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dragao
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von dragao »

Aktuaariker hat geschrieben: 19. Aug 2026, 18:52 ... die nüchterne Bilanz dieses grossen Missverständnisses.
:lol:

Für eine nüchterne Bilanz hast du etwas zu viele polemische unsachliche Herabwürdigungen diverser Personen in deiner "Bilanz" eingebaut.
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Hans Nötig
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Hans Nötig »

Zu viel Text. Um was gehts?
ellson
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von ellson »

Danke für die Ausführungen und den Effort, die Ereignisse aus deiner Perspektive und mit den vielen Hintergrundinfos darzustellen.

Im sportlichen Bereich bin ich einig, dass Remo Meyer vieles richtig gemacht hat. Sowohl bei den Transfererlösen als auch bei der internationalen Wahrnehmung (gemessen am Interesse renommierter Clubs & Vielfalt intern. Scouts) ist der FCL mehrere Ligen aufgestiegen.

Ich bin auch einig, dass operativ tiefgreifende Reformen überfällig waren. Die 127 Seiten dieses Threads zeigen eindrücklich, was über die Jahre alles schiefgelaufen ist. Ich bin sicher, dass viele diese Themen schon früher anpacken wollten und aus unterschiedlichen Gründen scheiterten oder anstanden. Gemäss deinen Ausführungen war Kälin dann der Erste, der tatsächlich Nägel mit Köpfen gemacht hat. Dafür gebührt ihm sicher Anerkennung.

Die «Chronik» ist für mich stark auf einzelne Personen fokussiert und Urteilt stark in gut und böse. Einerseits wird dies der komplexen Thematik rund um die Führung, Identität und Funktionsweise nicht gerecht, andererseits ist es auch sehr despektierlich gegenüber einzelner Protagonisten. Der Bezug zu «Ausrutscher oder tiefgründiges Problem. FCL Quo Vadis?», wie der Threadtitel treffend lautet, kommt aus meiner Sicht viel zu kurz.

Für echte Eigenständigkeit anzustreben mussten im finanziellen Bereich dringend viele Schrauben angezogen werden. Ich rechne es dem aktuellen Verwaltungsrat hoch an, dass dieses Thema endlich konsequent angegangen wird und der Verein versucht, sich aus alten Abhängigkeiten zu lösen.

Das «FCL Quo Vadis?» wurde in den letzten Jahren so klar definiert wie selten zuvor: eine starke lokale Verankerung, ein konsequentes Setzen auf den eigenen Nachwuchs und das Ziel, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen. Alles mit der Ambition, die Hütte wieder vollzubringen und den FCL sportlich weiterzuentwickeln.
Auf allen Ebenen liegt weiterhin viel Arbeit vor. Wenn der "Pilatus" das Ziel dieses Weges sein soll, muss ich heute sagen: Bereits der Weg ist mir Ziel genug.
Neuer
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Neuer »

Passt irgendwie an besten hier rein; ein interessantes Puzzelteil zur Geschichte des FCL:

https://www.blick.ch/sport/fussball/ueb ... 04122.html
Sumbulu
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Sumbulu »

Warum wird einmal mehr das Jubiläumstrikot pber einen holländischen Anbieter verkauft bei welchem die Importgebühren 30 Euro sind?
Berni Alpswag
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Berni Alpswag »

Sumbulu hat geschrieben: 24. Aug 2026, 18:45 Warum wird einmal mehr das Jubiläumstrikot pber einen holländischen Anbieter verkauft bei welchem die Importgebühren 30 Euro sind?
Finde ich auch null Nachvollziehbar. Und ob die weniger nehmen als ein Ricardo...
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risto
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von risto »

Nehme an bei den Holländer zahlt der Käufer di ganzen Gebühren, darum auch die 30 EUR und bei ricardo müsste es der FCL zahlen. Ein gewiefter Webmaster könnte sowas sogar auf der eigenen Website integrieren. Aber wenn mans nicht mal schafft den Ticket- mit dem Fanshop zu verknüpfen, ists halt eh schwierig.
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Murmi
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Murmi »

risto hat geschrieben: 24. Aug 2026, 21:46 Nehme an bei den Holländer zahlt der Käufer di ganzen Gebühren, darum auch die 30 EUR und bei ricardo müsste es der FCL zahlen. Ein gewiefter Webmaster könnte sowas sogar auf der eigenen Website integrieren. Aber wenn mans nicht mal schafft den Ticket- mit dem Fanshop zu verknüpfen, ists halt eh schwierig.
Für 128€ gebot habe ich am Ende 197€ bezahlt. Versand nach Deutschland. Versand in die Schweiz wäre wohl noch Zoll fällig. Trikot dafür schön verpackt, ähnlich wie Jubishirt, ungewaschen und mit Badge versehen wo alles über das Spiel und der Spieler abrufbar ist.
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risto
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von risto »

Phuu 70€ für den NL Provider. Dieses Geld wäre in der FCL Kasse wohl besser aufgehoben. Bei Ricardo zahlst für Standardauktionen 12%, bei dem Preis also knapp 15.50. Ein Zertifikat mit Matchinfos beilegen und verpacken, könnte der FCL auch noch selber.
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tuce
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von tuce »

risto hat geschrieben: 24. Aug 2026, 21:46 Aber wenn mans nicht mal schafft den Ticket- mit dem Fanshop zu verknüpfen, ists halt eh schwierig.
Ich habe auf die Schnelle in der Schweiz keinen einzigen Verein gefunden der das "geschafft hat". Auch bei vielen grossen internationalen Vereinen sind Fanshop und Ticketing noch komplett voneinander getrennt. Sind von der IT/Plattform meistens komplett andere, voneinander unabhängige Systeme/Anbieter. Der einzige Mehrwert wäre wohl ein gemeinsames Log-In (welches du bei den meistens Shops nicht einmal brauchst). Technisch sicher möglich, nice to have, aber auch nicht mehr.
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risto
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von risto »

tuce hat geschrieben: 25. Aug 2026, 08:16
risto hat geschrieben: 24. Aug 2026, 21:46 Aber wenn mans nicht mal schafft den Ticket- mit dem Fanshop zu verknüpfen, ists halt eh schwierig.
Ich habe auf die Schnelle in der Schweiz keinen einzigen Verein gefunden der das "geschafft hat". Auch bei vielen grossen internationalen Vereinen sind Fanshop und Ticketing noch komplett voneinander getrennt. Sind von der IT/Plattform meistens komplett andere, voneinander unabhängige Systeme/Anbieter. Der einzige Mehrwert wäre wohl ein gemeinsames Log-In (welches du bei den meistens Shops nicht einmal brauchst). Technisch sicher möglich, nice to have, aber auch nicht mehr.
Nein der Vorteil wäre, dass du deine 10% Abocard Rabatt auch online und nicht nur vor Ort bekommst. Beispiel Jubi Shirt im Shop 98.10 CHF mit Rabatt. Online 109 CHF + 10 CH Versand. 21.- mehr für dasselbe Leibchen
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Raubi »

risto hat geschrieben: 25. Aug 2026, 08:31
tuce hat geschrieben: 25. Aug 2026, 08:16
risto hat geschrieben: 24. Aug 2026, 21:46 Aber wenn mans nicht mal schafft den Ticket- mit dem Fanshop zu verknüpfen, ists halt eh schwierig.
Ich habe auf die Schnelle in der Schweiz keinen einzigen Verein gefunden der das "geschafft hat". Auch bei vielen grossen internationalen Vereinen sind Fanshop und Ticketing noch komplett voneinander getrennt. Sind von der IT/Plattform meistens komplett andere, voneinander unabhängige Systeme/Anbieter. Der einzige Mehrwert wäre wohl ein gemeinsames Log-In (welches du bei den meistens Shops nicht einmal brauchst). Technisch sicher möglich, nice to have, aber auch nicht mehr.
Nein der Vorteil wäre, dass du deine 10% Abocard Rabatt auch online und nicht nur vor Ort bekommst. Beispiel Jubi Shirt im Shop 98.10 CHF mit Rabatt. Online 109 CHF + 10 CH Versand. 21.- mehr für dasselbe Leibchen
Ah jo, den 10% Rabatt gibts dann im Popöp-Store nöd.
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risto
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von risto »

Sumbulu hat geschrieben: 24. Aug 2026, 18:45 Warum wird einmal mehr das Jubiläumstrikot pber einen holländischen Anbieter verkauft bei welchem die Importgebühren 30 Euro sind?
Bei der Abocard letzte Saison wurde ja von Vorkaufsrecht auf Jubiläumsartikel geschrieben, wärs jetzt nicht genau hier angebracht, dies unter den Abocard Kunden zu versteigern? Ohne Anbieter aus dem Ausland und horrenden Gebühren?
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Murmi
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Murmi »

risto hat geschrieben: 25. Aug 2026, 10:04
Sumbulu hat geschrieben: 24. Aug 2026, 18:45 Warum wird einmal mehr das Jubiläumstrikot pber einen holländischen Anbieter verkauft bei welchem die Importgebühren 30 Euro sind?
Bei der Abocard letzte Saison wurde ja von Vorkaufsrecht auf Jubiläumsartikel geschrieben, wärs jetzt nicht genau hier angebracht, dies unter den Abocard Kunden zu versteigern? Ohne Anbieter aus dem Ausland und horrenden Gebühren?
Jubiläum geht ja noch lang. Warte mal auf das Abocardbesitzerdinner,
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Don Pedro
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Don Pedro »

Die weitgehend erfreuliche Nachricht von gestern der Vollständigkeit halber noch hier. Erstmals ein Gewinn ohne Aktionärszuschuss. Sommertransfers 2026 sind noch nicht im Ergebnis drin.
Sicher erfreuliche Entwicklungen. Bin dann auf den detaillierten Geschäftsbericht gespannt.
FC Luzern bestätigt positive finanzielle Entwicklung

Der FC Luzern gibt bekannt, dass die Saison 2025/26 mit einem Gewinn abgeschlossen werden konnte. Damit bestätigt der Club die positive finanzielle Entwicklung der Vorsaison. Gleichzeitig konnte das strukturelle Defizit um knapp CHF 1 Mio. reduziert werden. Das positive Ergebnis wurde ohne Mittelzufluss aus einem Aktienverkauf erzielt und stellt einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu langfristiger finanzieller Stabilität und Unabhängigkeit dar.

Die positive finanzielle Entwicklung des FC Luzern zeigt sich im Geschäftsjahr 2025/26 in verschiedenen Bereichen. Neben dem erneut positiven Unternehmenserfolg konnten insbesondere das strukturelle Defizit reduziert, ein hoher Beitrag aus dem Transfergeschäft erzielt und das wirtschaftliche Eigenkapital weiter gestärkt werden.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
  • Unternehmenserfolg: Der Unternehmenserfolg nach Minderheiten beträgt CHF 628’000 – nach CHF 555’000 im Vorjahr. Das positive Ergebnis wurde ohne finanzielle Zuschüsse von Aktionären und ohne Mittelzufluss aus einem Aktienverkauf erzielt.
  • Strukturelle Verbesserung: Das strukturelle Defizit konnte gegenüber dem Vorjahr um knapp CHF 1 Mio. reduziert werden.
  • Transfergeschäft: Der Transferdeckungsbeitrag erreichte mit CHF 7,6 Mio. einen neuen Höchstwert. Darin enthalten sind Solidaritätsbeiträge von über CHF 1,7 Mio., mit denen Ausbildungsklubs bei späteren Transfers ihrer ehemaligen Spieler finanziell beteiligt werden. Einordnung: Die im Sommer 2026 realisierten Transfers sind im vorliegenden Jahresabschluss noch nicht berücksichtigt. Die entsprechenden Erträge – unter anderem aus den Transfers von Adrian Bajrami, Pascal Loretz und Andrej Vasovic – werden erst im Geschäftsjahr 2026/27 wirksam.
  • Wirtschaftliches Eigenkapital: Dieses liegt neu bei etwas mehr als CHF 2 Mio. und stärkt die finanzielle Widerstandsfähigkeit des Clubs.
Trotz dieser positiven Entwicklung bleiben wesentliche finanzielle Herausforderungen bestehen. Dazu gehören insbesondere die weiterhin negative ausgewiesene Eigenkapitalposition, die begrenzte Liquiditätsreserve, die hohen Sicherheitskosten sowie notwendige Investitionen in die mittlerweile 15-jährige Stadioninfrastruktur. Gleichzeitig verfolgt der FC Luzern sowohl im Frauen- als auch im Männerbereich klare sportliche Ambitionen in einem Wettbewerb, in dem verschiedene Clubs über höhere Sportbudgets verfügen.

Sicherheitskosten steigen trotz verbesserter Sicherheitslage

Im Vergleich mit anderen Spielorten der Super League gehört Luzern bereits heute zu den Standorten mit den höchsten Sicherheitsabgaben. Die Entwicklung der Sicherheitskosten bleibt eine besondere Herausforderung. Diese sind in der vergangenen Saison von rund CHF 1,5 Mio. auf rund CHF 1,9 Mio. angestiegen. Pro Heimspiel fallen für den FC Luzern inzwischen Sicherheitskosten von rund CHF 100’000 an. Dieser Anstieg steht einer kontinuierlichen Verbesserung der Sicherheitslage rund um die Heimspiele des FC Luzern gegenüber. Die Zahl der als «rot» eingestuften Spiele ist innerhalb der vergangenen fünf Saisons von acht in der Saison 2021/22 auf null in der Saison 2025/26 gesunken.

Gleichzeitig stärkt der FC Luzern seine Angebote für Familien und Kinder kontinuierlich weiter. Bei der zweiten Austragung des Chendertags im Rahmen des 5:1-Heimsiegs gegen den Grasshopper Club Zürich am vergangenen Samstag durften rund 3’500 Kinder auf der Allmend begrüsst werden. Das waren rund 1’000 Kinder mehr als bei der ersten Austragung im vergangenen Frühling.

Entwicklung nachhaltig fortführen

Die Aufgabe für die kommenden Jahre bleibt klar: Aus dem erfolgreichen finanziellen Turnaround soll nachhaltige Stabilität und Unabhängigkeit entstehen. FCL-Präsident Michael Sigerist sagt: «Die Entwicklung ist erfreulich – insbesondere auch die Art und Weise, wie dieses Ergebnis zustande gekommen ist. Wir wollen diesen Weg konsequent weitergehen und gleichzeitig die bevorstehenden Herausforderungen anpacken. Dazu müssen wir das strukturelle Defizit weiter reduzieren und unsere Ertragsbasis verbreitern.»

Präsentation des Geschäftsberichts im Oktober

Weitere Informationen und Hintergründe zur finanziellen Entwicklung veröffentlicht der FC Luzern mit dem Geschäftsbericht 2025/26, der voraussichtlich in der dritten Oktoberwoche 2026 publiziert wird.
Die ganze Wahrheit unzensiert.
the clou
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von the clou »

Danke Don Pedro - das hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm. Bin auf den Geschäftsbericht dann auch gespannt.
die hohen Sicherheitskosten sowie notwendige Investitionen in die mittlerweile 15-jährige Stadioninfrastruktur. Gleichzeitig verfolgt.....
Sicherheitskosten im Vergleich zu anderen SL-Teams sind schon krass. Ist es der Mitte bewusst, dass sich hier unsere Poli jeweils den FCL Spiele zum Defilée nutzt?

Stadioninfrastruktur - ja was denn - ist das nicht der Job von B. Alpstäg dafür aufzukommen - der kassiert ja die Miete vom FCL. Hoffe unser VR geht hier mit dem Alten auf Widerstand und bringt die notwendigen Investitionen als "Zeichen" von der jährlichen horrenden Miete in Abzug - da gibt es doch mit dem Naming-Right einen fixen Betrag, welcher jährlich vom Alten zurückgestellt gehört und eben für die Aufrechterhaltung der Stadioninfrastruktur gilt, statt sich Dividenden aus der Stadion AG auszahlen zu lassen.

Ein Dank für das FCL-Ergebnis gehört sicher unserem VR-Vertreter Dani Britschgi, welcher mit seinem Controlling-Auge viel zur Reduktion des Defizits beiträgt. Ohne Britschgi müsste Remo mit seinem absolut limitierten 1. Mannschaft-Budget noch mehr Transfergewinne reinholen.
Das Wort "strukturell" im Zusammenhang mit Defizit hätte ich mir gerne gespart - aber ehrlich gesagt zeigen die genannten Punkte (Sicherheitskosten, Stadioninfrastruktur) genau das: ein dauerhaftes Problem, das nicht einfach mit einem guten Sportjahr verschwindet. Umso mehr die Anerkennung für Dani Britschgi, der eine deutliche Verbesserung erreicht hat! Der FCL ist ja keine Kommune oder Sozialwerk und ist bestimmt fähig, sich so mit einem Budget einzuhalten, welches eine schwarze Null trägt und nicht dauerhaft mit einem Minus ins neue Geschäftsjahr/Buchhaltungsjahr startet. Neben diesen teilweise (noch) unverschuldet hohen Aufwände (Sicherheit, Stadion - auch Billettsteuer) hoffe ich, dass mit Britschgi das strukturelle Defizit aus dem FCL Vokabular verschwindet und der Luzerner Weg in der übrigen Schweiz mehr Goodwill mit Anerkennung erhält.
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Murmi
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Murmi »

Ich verstehe einfach nicht, warum der FCL mit den Sicherheitskosten von fast 2 Millionen nicht stärker "hausieren" geht. Gerade jetzt auf die Abstimmung. Die Bürger haben immer noch das Gefühl, das alles zahle der Steuerzahler.
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Lubamba
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Lubamba »

1. Bravo für den konsequenten Weg.!
the clou hat geschrieben: 23. Sep 2026, 15:16 hoffe ich, dass mit Britschgi das strukturelle Defizit aus dem FCL Vokabular verschwindet und der Luzerner Weg in der übrigen Schweiz mehr Goodwill mit Anerkennung erhält.
Grundsätzlich hoffen das viele, die sich mit der Materie auseinandersetzen. Zu beachten gilt, dass wir resp. der FCL in einem wirtsch. Wettbewerb steht, der komplett verzerrt ist. In der freien Wirtschaft würden wohl SECO & Preisüberwacher bei derartigen Verzerrungen & Monopolstellungen einschreiten. Das muss in der Deutlichkeit gesagt werden. Wer Beispiele will, da wären Mansuetos US-Millionenspritzen, früher die ÖhriHoffmann Millionen, die Basel erst überhaupt aus dem Sumpf gross machten, die NahostÖlTrilliarden der PremiereLeague, welche auf Umwegen via Brügge Transfers & Co auch bei uns ankommen, oder woher haben wohl Brügge, VfB ihr Geld nebst CL? Stichwort Woltemade Transfer.


In der CH wär mir kein Club bekannt, der kein strukt. Defizit hat. Auch nicht die Nahost Truppe, die viele so sehr triggert. Und wenn wir "unsere Fans" so beobachten, wie laut waren die Schreie letzten Nov/Dez & teils auch anfangs Saison wieder, wieso nicht besser transferiert würde, nur gespart,...am Ende intressiert die Meute halt leider der sportliche Erfolg und die eigene Unterhaltung, obs dann ein alter Sack oder wer auch immer hintenraus finanziert, solanges läuft, schaut man da gefliessentlich darüber hinweg. PS: Thun ja dasselbe Theater, was die Modefans da rumschreien...dabei viel besser kannsts kaum machen, Meister wirst einmal im Jahrhundert, dann musst du deine Einmalchance den Club für ein paar Jahre finanziell zu sanieren nutzen, alles andere wäre purer Wahnsinn. Aber ebä.

Langer Rede, kurzer Sinn: wir sind auf ganz gutem Weg ein echter Leuchtturm in einem kranken Umfeld zu werden / bleiben. Danke FCL :!:
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von lucerne »

lucerne hat geschrieben: 23. Okt 2025, 14:46 So, der "Wendepunkt"-Geschäftsbericht wurde ja nun schon relativ breit diskutiert. Ich erlaube mir aber doch auch noch einen Blick in die Details.

[...]
Die viel wichtigere Message am vergangenen Montag auf dem Weg zur Unabhängigkeit (= "selbsttragend" zu werden) war deshalb m.E., dass man nun ernsthaft damit begonnen hat substantiell zu sparen, bereits diese Saison CHF 3 Mio. und nächste Saison nochmals zus. CHF rund 2 Mio. (total Reduktion des strukturellen Defizits um CHF 5 Mio.).
Von den angekündigten CHF 3 Mio. substantiellen Einsparungen wurden tatsächlich in 24/25 rund CHF 2.25 Mio. realisiert. Und zwar im Vgl. zu 25/26 "nur" CHF 1 Mio. bei den Personalkosten und zwar mehrheitlich beim Sport (ca. CHF 700k), aber "nur" CHF 160 auf der Geschäftsstelle. Man kann aber wohl davon ausgehen, dass die Verträge der Herren der GL noch einen Grossteil der Saison 24/25 gültig waren und die grössten Teil dieser Einsparungen erst in Saison 25/26 folgen.
Die höchsten sonstigen Einsparungen kommen davon, dass wir nicht mehr europäisch unterwegs waren (CHF 700k) und tiefere Kosten für Spielervermittler anfielen (ca. CHF 400k).

[...]

Klar, ist es überaus erfreulich, dass die seit Jahren mit Konsequenz verfolgte Strategie mit der Förderung des Nachwuchs und den nun resultierenden Transfereinnahmen beginnt Früchte zu tragen. Aber die Abhängigkeit davon zur Deckung des strukturellen Defizit von aktuell noch CHF 7.5 Mio. und zukünftig (wenn der Plan aufgeht) noch ca. CHF 5 Mio. ist noch zu hoch.
Es wird sich zeigen, ob diese Strategie auch über mehrere Jahre aufgeht, d.h. dass sie nicht von den Personen Meyer und Frick und dem sportlichen Erfolg abhängig ist, sondern auch weiter funktioniert (CHF 5 Mio. Einnahmen pro Jahr), wenn mal andere Personen für den Sport verantwortlich sind und wir allenfalls mal wieder gegen den Abstieg spielen (und daher unsere Jungen weniger im Scheinwerferlicht stehen).

Für die volle Unabhängigkeit, d.h. damit wir selbsttragend werden, muss das strukturelle Defizit m.E. auf CHF 2-3 Mio. runter. Und dazu muss nun alles dafür getan werden, dass die Einnahmen, insb. im Sponsoring, aber gerne auch bei den Zuschauern, zeitnah deutlich erhöht werden können.

Erst wenn der FCL das schafft, kann man m.E. mit Überzeugung von einem Wendepunkt sprechen.
Einerseits eine sehr erfreuliche Medienmitteilung von dieser Woche - der FCL erzielt in der Saison 25/26 zum 2. Mal in Folge einen Gewinn und wird dies höchstwahrscheinlich auch im 26/27 erreichen. Andererseits gibt es aber auch einen Wermutstropfen, wenn man genau hinschaut (bzw. ich bin gespannt auf die Details im Geschäftsbericht).

Ich hätte mir nach den Andeutungen der letzten Jahre ein stärkere Verbesserung des strukturellen Defizits erhofft. Wenn ich dies richtig interpretiere, beträgt das strukturelle Defizit in der Saison 25/26 somit immer noch CHF 6.5 Mio.; ein grosser Brocken für die jährliche Kompensation via Nettoerträge aus Transfers.
Umso wichtiger ist der Hinweis auf die viel zu hohen Beiträge an die Sicherheit und auf die Ertragsbasis, welche nun verbreitet werden muss (Sponsoring!).

Wir sind also noch weit davon entfernt, dass wir nicht mehr über ein strukturelles Defizit sprechen müssen.
jossen hat geschrieben:Lucerne hatte immer recht! Asche über mein Haupt
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von risto »

Wenn ich mir aktuell die Testspiele von Rapid in Venedig oder Union in Split anschaue, finde ich es schon etwas schade, dass wir so etwas nie hinbekommen. Wir kicken dann wieder auf irgendeinem Trainingsplatz hinter verschlossenen Türen. Es muss ja nicht gleich ein Volskfest am Mittelmeer sein (wobei warum nicht?). Es kann von mir aus gerne auch der SC Freiburg oder ein anderes Team aus Süddeutschland sein, aber fände man da nicht einen coolen Ground, auf dem man das mit Zuschauer austragen kann? Selbstredend am Wochenende und nicht Mittwochs um 13:30 Uhr.
BCL '12
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