https://www.watson.ch/schweiz/sport/857 ... hts-sitzen
Natürlich schlau von der SBB nur die Extrazüge ausfallen zu lassen, bei welchen dann der Regelverkehr nicht in "Mitleidenschaft" gezogen wird und für die Fans keine Alternativen zur Verfügung stehen. Hoffe auf kreative aber friedliche und gewaltfreie Protestaktionen.
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Kampf den Hooligans und Rassisten
- Pendergast
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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten
Ausserhalb des regulären Zugverkehrs können Clubs weiterhin Charterzüge buchen.dragao hat geschrieben: 28. Jul 2026, 14:47 https://www.watson.ch/schweiz/sport/857 ... hts-sitzen
Natürlich schlau von der SBB nur die Extrazüge ausfallen zu lassen, bei welchen dann der Regelverkehr nicht in "Mitleidenschaft" gezogen wird und für die Fans keine Alternativen zur Verfügung stehen. Hoffe auf kreative aber friedliche und gewaltfreie Protestaktionen.
Club Atletico San Lorenzo de Almagro
Re: Kampf den Hooligans und Rassisten
Kann jemand hier den Beitrag vom Pfadiblatt posten wegen den Extrazügen und was der FCL will.
„nur wer die Vergangenheit versteht, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten“
Aus dem Winterschlaf aus 2008
275+3904
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Re: Kampf den Hooligans und Rassisten
Kontroverse um Fanzüge
FCL will mit den SBB verhandeln: «Charterzüge sind für uns kein Thema»
Von Gregory Remez
Der Entscheid der SBB, bestimmte Fanzüge zu streichen, stösst beim FC Luzern und seinen Anhängern auf wenig Verständnis
Die SBB setzen bei den Fanzügen den Rotstift an. Künftig wollen die Bundesbahnen die beliebten Extrazüge für Auswärtsfans nur noch dann bereitstellen, wenn zum entsprechenden Zeitpunkt auch reguläre Züge verkehren .
Betroffen sind davon auch Anhänger des FC Luzern. Diese werden beispielsweise nach dem Auswärtsspiel am Samstag, 10. Oktober, gegen den FC Lugano über keine Rückreisemöglichkeit mit dem öffentlichen Verkehr verfügen. Denn: Die Partie wird erst um 20.30 Uhr angepfiffen – zu spät für die neuen Fanzug-Regeln der SBB, da nach dem Schlusspfiff keine regulären Züge nach Luzern mehr verkehren.
In der Fanszene trifft das auf wenig Gegenliebe. Mit dem ÖV angereiste Auswärtsfans müssten am besagten Match schlimmstenfalls bis um 6 Uhr früh in Lugano ausharren, da erst dann wieder ein Zug nach Luzern fährt. Der Verein Fanarbeit Luzern, der die Interessen der FCL-Fans vertritt, will daher in den nächsten Wochen mögliche Alternativen prüfen. Man sei diesbezüglich im Austausch mit allen Beteiligten.
Beim FC Luzern zeigt man sich ebenfalls irritiert. Das Konzept mit den Extrazügen habe sich über die vergangenen Jahre bewährt, sagt Sprecher Lukas Kurth auf Anfrage. «Aus Sicht des FC Luzern muss das klare Ziel sein, dieses bewährte Modell auch künftig fortzuführen.» Eine kanalisierte An- und Abreise sei ein «wichtiger Bestandteil des Sicherheitskonzepts» und vereinfache die «Abläufe am Spieltag für alle Beteiligten, inklusive den Standortgemeinden».
Kosten von über 4 Millionen Franken
Die SBB führen für den Entscheid vor allem wirtschaftliche und betriebliche Gründe an . Die Fanzüge würden jährlich «erhebliche ungedeckte Kosten von über 4 Millionen Franken» verursachen. Hinzu kämen Kosten durch Vandalismus und Zusatzaufwände im Betrieb.
Die Fanzüge seien grundsätzlich dafür da, die regulären Züge zu entlasten und Fanreisende von der übrigen Kundschaft räumlich zu trennen, erklärt eine SBB-Sprecherin auf Nachfrage. Wo aber ausserhalb der Betriebszeiten keine Regelzüge mehr verkehrten, könne «diese Entlastungsfunktion naturgemäss nicht wahrgenommen werden».
Von der Anpassung seien in den ersten zehn Spielrunden aber ohnehin lediglich drei von insgesamt 60 Partien betroffen: Lugano gegen die Young Boys (12. September), Sion gegen den FC Zürich (19. September) und – eben – Lugano gegen den FC Luzern (10. Oktober).
VBL verzichten ganz auf Fanbusse
Noch strikter als die SBB sind die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL), die bereits seit 2024 keine Fanbusse vom Bahnhof Luzern auf die Allmend mehr bereitstellen. Nach diversen massiven Sachbeschädigungen sowie Drohungen von Gästefans gegenüber VBL-Angestellten hatten die Verkehrsbetriebe damals entschieden, die vom FC Luzern bestellten und bezahlten Extrafahrten nicht mehr durchzuführen.
Trauriger Höhepunkt war ein Vorfall aus dem Jahr 2022 gewesen, als Anhänger des FC Basel vier VBL-Busse demoliert hatten. Der Sachschaden belief sich damals auf rund 50'000 Franken. Ab der Saison 2024/25 übernahmen deshalb Private den Transport von Auswärtsfans zu den FCL-Spielen, zunächst die Engelberger Autobetriebe, danach das tschechische Busunternehmen Vega Tour. Die Kosten trägt weiter der FCL.
Die SBB verweisen nun ebenfalls auf andere Lösungen für die besagten Partien im Tessin und Wallis. «Bei Bedarf könnten Charterzüge gebucht werden», sagt die SBB-Sprecherin. Solche Lösungen seien im Fussball nicht neu, etwa bei internationalen Auswärtsspielen oder beim letzten Cupfinal der Frauen. Und im Eishockey seien Charterzüge für Fanreisen seit Jahren gängige Praxis.
FCL will bisheriges Modell fortführen
Vereine oder Fanorganisationen können die Charterzüge jeweils direkt bei den SBB bestellen, sofern der Betrieb dies zulässt. «Die konkrete Ausgestaltung und Finanzierung erfolgt jeweils im Einzelfall gemeinsam mit den beteiligten Partnern», erklärt die SBB-Sprecherin.
Meist bezahlt der Veranstalter einen Pauschalbetrag, kann dafür aber selbstständig Tickets verkaufen. Die Kosten variieren je nach Strecke, Zeitfenster und Ressourcen; hinzu kommt eine Kaution für allfällige Schäden. Die Sicherheitskonzepte werden jeweils mit den Klubs, der Liga, den Behörden und der Polizei abgestimmt.
Beim FC Luzern nimmt man den Vorschlag der SBB zur Kenntnis, will davon aber vorerst nichts wissen: «Das ist für uns kein Thema», sagt Sprecher Kurth. Für den FC Luzern stehe derzeit «klar die gemeinsame Lösungsfindung mit den SBB, der Swiss Football League, der Fanarbeit und den Fans zur Fortführung des bisherigen Modells im Vordergrund».
FCL will mit den SBB verhandeln: «Charterzüge sind für uns kein Thema»
Von Gregory Remez
Der Entscheid der SBB, bestimmte Fanzüge zu streichen, stösst beim FC Luzern und seinen Anhängern auf wenig Verständnis
Die SBB setzen bei den Fanzügen den Rotstift an. Künftig wollen die Bundesbahnen die beliebten Extrazüge für Auswärtsfans nur noch dann bereitstellen, wenn zum entsprechenden Zeitpunkt auch reguläre Züge verkehren .
Betroffen sind davon auch Anhänger des FC Luzern. Diese werden beispielsweise nach dem Auswärtsspiel am Samstag, 10. Oktober, gegen den FC Lugano über keine Rückreisemöglichkeit mit dem öffentlichen Verkehr verfügen. Denn: Die Partie wird erst um 20.30 Uhr angepfiffen – zu spät für die neuen Fanzug-Regeln der SBB, da nach dem Schlusspfiff keine regulären Züge nach Luzern mehr verkehren.
In der Fanszene trifft das auf wenig Gegenliebe. Mit dem ÖV angereiste Auswärtsfans müssten am besagten Match schlimmstenfalls bis um 6 Uhr früh in Lugano ausharren, da erst dann wieder ein Zug nach Luzern fährt. Der Verein Fanarbeit Luzern, der die Interessen der FCL-Fans vertritt, will daher in den nächsten Wochen mögliche Alternativen prüfen. Man sei diesbezüglich im Austausch mit allen Beteiligten.
Beim FC Luzern zeigt man sich ebenfalls irritiert. Das Konzept mit den Extrazügen habe sich über die vergangenen Jahre bewährt, sagt Sprecher Lukas Kurth auf Anfrage. «Aus Sicht des FC Luzern muss das klare Ziel sein, dieses bewährte Modell auch künftig fortzuführen.» Eine kanalisierte An- und Abreise sei ein «wichtiger Bestandteil des Sicherheitskonzepts» und vereinfache die «Abläufe am Spieltag für alle Beteiligten, inklusive den Standortgemeinden».
Kosten von über 4 Millionen Franken
Die SBB führen für den Entscheid vor allem wirtschaftliche und betriebliche Gründe an . Die Fanzüge würden jährlich «erhebliche ungedeckte Kosten von über 4 Millionen Franken» verursachen. Hinzu kämen Kosten durch Vandalismus und Zusatzaufwände im Betrieb.
Die Fanzüge seien grundsätzlich dafür da, die regulären Züge zu entlasten und Fanreisende von der übrigen Kundschaft räumlich zu trennen, erklärt eine SBB-Sprecherin auf Nachfrage. Wo aber ausserhalb der Betriebszeiten keine Regelzüge mehr verkehrten, könne «diese Entlastungsfunktion naturgemäss nicht wahrgenommen werden».
Von der Anpassung seien in den ersten zehn Spielrunden aber ohnehin lediglich drei von insgesamt 60 Partien betroffen: Lugano gegen die Young Boys (12. September), Sion gegen den FC Zürich (19. September) und – eben – Lugano gegen den FC Luzern (10. Oktober).
VBL verzichten ganz auf Fanbusse
Noch strikter als die SBB sind die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL), die bereits seit 2024 keine Fanbusse vom Bahnhof Luzern auf die Allmend mehr bereitstellen. Nach diversen massiven Sachbeschädigungen sowie Drohungen von Gästefans gegenüber VBL-Angestellten hatten die Verkehrsbetriebe damals entschieden, die vom FC Luzern bestellten und bezahlten Extrafahrten nicht mehr durchzuführen.
Trauriger Höhepunkt war ein Vorfall aus dem Jahr 2022 gewesen, als Anhänger des FC Basel vier VBL-Busse demoliert hatten. Der Sachschaden belief sich damals auf rund 50'000 Franken. Ab der Saison 2024/25 übernahmen deshalb Private den Transport von Auswärtsfans zu den FCL-Spielen, zunächst die Engelberger Autobetriebe, danach das tschechische Busunternehmen Vega Tour. Die Kosten trägt weiter der FCL.
Die SBB verweisen nun ebenfalls auf andere Lösungen für die besagten Partien im Tessin und Wallis. «Bei Bedarf könnten Charterzüge gebucht werden», sagt die SBB-Sprecherin. Solche Lösungen seien im Fussball nicht neu, etwa bei internationalen Auswärtsspielen oder beim letzten Cupfinal der Frauen. Und im Eishockey seien Charterzüge für Fanreisen seit Jahren gängige Praxis.
FCL will bisheriges Modell fortführen
Vereine oder Fanorganisationen können die Charterzüge jeweils direkt bei den SBB bestellen, sofern der Betrieb dies zulässt. «Die konkrete Ausgestaltung und Finanzierung erfolgt jeweils im Einzelfall gemeinsam mit den beteiligten Partnern», erklärt die SBB-Sprecherin.
Meist bezahlt der Veranstalter einen Pauschalbetrag, kann dafür aber selbstständig Tickets verkaufen. Die Kosten variieren je nach Strecke, Zeitfenster und Ressourcen; hinzu kommt eine Kaution für allfällige Schäden. Die Sicherheitskonzepte werden jeweils mit den Klubs, der Liga, den Behörden und der Polizei abgestimmt.
Beim FC Luzern nimmt man den Vorschlag der SBB zur Kenntnis, will davon aber vorerst nichts wissen: «Das ist für uns kein Thema», sagt Sprecher Kurth. Für den FC Luzern stehe derzeit «klar die gemeinsame Lösungsfindung mit den SBB, der Swiss Football League, der Fanarbeit und den Fans zur Fortführung des bisherigen Modells im Vordergrund».


