es ist doch überall fast das gleiche, nur geht es uns hier neben dem fussball "gut".Fussball-"Krieg" in Brasilien - Meisterschaft unterbrochen
FUSSBALL - Im Konflikt um neue Sportgesetze und Fanstatute proben Verband und Fussball-Vereine in Brasilien den Aufstand gegen die Regierung. Ab dem kommenden Wochenende wird die Meisterschaft der ersten bis dritten Liga für unbestimmte Zeit unterbrochen.
Viele Vorschriften des neuen Fussball-Gesetzes und des vor einer Woche verabschiedeten Fanstatuts seien Schwachsinn. Und viele andere Punkte, wie die geforderte Nummerierung der Stadionsitze und die Aufstellung von Überwachungskameras, könne man nicht in 48 Stunden verwirklichen, so brasilianische Funktionäre.
Der Beschluss der Fussball-Chefs schlug im Land des fünfmaligen Weltmeisters wie eine Bombe ein. TV-Sender reagierten spontan mit Sondersendungen und stundenlangen Diskussionsrunden, die auch nach zwei Uhr morgens Ortszeit hitzig blieben. "Das wird ein wahrer Krieg", prophezeite ein Kommentator im Sender ESPN.
Es sei lächerlich, dass Vereinsfunktionäre nach dem neuen Gesetz für die Sicherheit der Zuschauer verantwortlich gemacht und bei Unruhen mit Verletzen oder Toten sogar strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden sollen. "Wenn ein Fan im Stadion getötet wird, werde ich wegen Mordes verhaftet?", fragte Mario Petraglia, Präsident des Meisters von 2001, Atletico Parana.
Die Regierung zeigte sich unterdessen wenig kompromissbereit und bezeichnete den Aufstand der Vereine als "Provokation" und "Verzweiflungstat". "Die Unterbrechung ist ein Affront gegen die Regierung", sagte Sportminister Angelo Queiroz. Die neue seit Januar amtierende sozialistische Regierung wolle eine neue Ära der Ethik im Fussball einläuten. Der Minister kündigte für Mittwoch ein Krisentreffen mit Staatspräsident Luiz Lula da Silva an. Man werde dem Druck der Clubs nicht nachgeben.
"Leidtragender ist wieder einmal der Fan, der oft für den Fussball lebt", so Experten-Stimmen. Schriftsteller Mario Vargas Llosa sagte, in Brasilien gebe es nur deshalb keine Revolution der zig Millionen Armen, weil es Karneval und Fussball gebe.(Si / 21. Mai 2003 14:09)
in vielen teilen der welt haben sie nur den fussball und auch dort wollen sie ihre einzige "kultur" kaputmachen!
fussball darf nicht noch mehr kommerzialisiert werden!



