Fussball: FC Luzern/SC Kriens
Die Wogen in 30 Minuten geglättet
Die Präsidenten und Sportchefs des FC Luzern und des SC Kriens wollen talentierten Spielern den Sprung ins Profitum ermöglichen. Ohne gegenseitige Entschädigungen.
Von Marco von Ah
Walter Stierli, der Präsident des FC Luzern, sprach gestern kurz nach
14 Uhr im Luzerner Gasthof Eichhof von einem historischen Moment: «Was unsere Vorgänger jahrelang nicht geschafft hatten, erreichten wir in einer halben Stunde.» Und Peter Glur, sein Amtskollege beim SC Kriens, ergänzte: «Die im Vorfeld dieser Sitzung aufgekommenen Wogen waren schnell geglättet, die Ungereimtheiten und Missverständnisse aus der Welt geschafft, und wir konnten nachher ein ruhiges Mittagessen geniessen.»
SCK prüft erste FCL-Namen
Zur schnellen Einigung beigetragen hat das Eingeständnis von Stierli und Sportchef Raffaele Natale, dass im Vorfeld der Kündigung des Zusammenarbeitsvertrags (Ausgabe vom letzten Donnerstag) von Luzerner Seite aus zu wenig der Dialog gesucht worden sei. Und die Zusicherung, dass die FC Luzern Innerschweiz AG ab sofort prioritär den SC Kriens mit entwicklungsfähigen Spielern zu unterstützen bereit ist. Der SCK prüft erste Namen, der FCL ist sich gemäss Natale aber «bewusst, dass Trainer Marini eine funktionierende Mannschaft hat».
Damit ist auch klar, dass Luzern mit Wohlen, dem Stammverein von FCL-Cheftrainer Sforza, kooperieren und ohne Kooperationskontrakt der von Ex-FCL-Trainer van Eck geführten ersten Mannschaft Spieler abgeben kann. Dass diese in der gleichen Liga spielt wie Kriens, ist für Glur kein Problem: «Wohlen ist ein sympathischer Nachbarsverein und kein Hindernis in der Kooperation mit dem FCL.» Nicht einmal der mögliche Aufstieg der ersten Krienser Mannschaft in die Super League stört diese. Schon in der Winterpause sind erste Transfers auf allen Ebenen möglich. «Klar im Vordergrund steht dabei, dass das Konzept alle Innerschweizer Fussball-Talente zum Profitum führen kann», skizziert Bruno Galliker, der Sportchef des SC Kriens, die historische Komponente des gestrigen Schulterschlusses und ergänzt: «Bereits im Hinblick auf die neue Saison werden sich unsere Nachwuchsleiter zusammen mit dem im Bereich U 14- und U 15-Junioren beispielhaft funktionierenden Team Zugerland gezielt absprechen und bestimmen, welche Stufe unserer Leistungsteampyramide für die Entwicklung welches Spielers die richtige ist.» Konkret: Fällt ein Fusballer in der von Kriens und Luzern weiter eigenständig geführten U 18 besonders auf, wird entschieden, ob er ins FCL-U 21-Team (hat Kriens nicht) oder ins Challenge-League-Kader aufgenommen wird. Ab Transfers auf der regional höchsten Stufe zu anderen Schweizer oder ausländischen Klubs werden auch Transferentschädigungen in die Kassen der an der Ausbildung des Spielers beteiligten Vereine fliessen. Vorher seien, erklärt Glur, die Klubs frei, auf die reglementarisch festgelegten Ausbildungsentschädigungen zu verzichten; und Kriens sowie Luzern werden im eng zusammen geführten Juniorenbereich «nur» Spieler, nicht aber Gelder transferieren.
Stierlis Triple-Win-Situation
«Das muss man sich mal vorstellen», schloss Stierli gestern: «Wir bieten jedem regionalen Talent die Top-Chance, eine Profifussballerkarriere einzuschlagen, und zwar so, dass alle Klubs und alle Spieler profitieren. Das ist eine veritable Win-Win-Win-Situation.»
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Zusammenarbeit mit SCK (FCL-Innerschweiz?)
Wahrlich ein Schritt in die richtige Richtung! NLZ (07.12.2006):
- FCL Schüblig
- Forumgott

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Gemeinsam für den Juniorenfussball – Kickoff für das „Projekt Innerschweiz“
Die Idee steht schon seit geraumer Zeit im Raum, nun liegt das passende Konzept dazu auch auf dem Tisch. Der FC Luzern und der Sportclub Kriens planen in Zukunft zusammenzuarbeiten und setzen dadurch verstärkt auf die Karte Jugend. Kooperationen zwischen zwei Vereinen der Swiss Football League mit grossen Juniorenabteilungen sind in der heutigen Fussballlandschaft Schweiz längst keine Ausnahme mehr. (21.9.07/sb)
Aus Talenten Spitzenfussballer machen
Die Leistungsdichte ist im Schweizer Juniorenfussball eher dünn. Zwar spielen in jeder Juniorenabteilung des Landes begabte, junge Fussballer; aber nicht alle haben die Möglichkeit, sich in ihrem Verein unter professionellen Trainingsbedingungen mit anderen talentierten Junioren zu messen.
Die Entwicklung eines Spielers ist individuell
Neben der gemeinsamen U-21 werden beide Vereine weiterhin eine U-18 Mannschaft führen, der SCK jene im jüngeren Jahrgang, der FC Luzern diejenige im älteren. Von da an geht es bei beiden Vereinen identisch und stufenweise der Altersgruppen entsprechend abwärts, U-16, U-15, U-14. In das Projekt integriert ist in den Altersgruppen U-14 und U-15 zusätzlich ein Team «Zugerland», welches für die Förderung von begabten Junioren aus der Region Zug vorgesehen ist. «Durch die Kooperation mit dem FCL können wir Junioren länger betreuen und intensiver mit ihnen arbeiten, das ist positiv» sagt Bigi Meier, Nachwuchs-Koordinator beim SCK. Denn nicht jeder junge Fussballer entwickelt sich gleichermassen, manche sind bereits mit 17 Jahren Kandidaten für die erste Mannschaft, andere erst mit 19. Zentral dabei ist, solche «Spätentwickler» nicht zu verlieren, sprich sie an Vereine weitergeben zu müssen, wo sie nur noch zwei- oder dreimal in der Woche trainieren können und dadurch den Anschluss zur Leistungsspitze verlieren.
Die beiden Vereine wollen ein deutliches Zeichen für eine erfolgversprechende Juniorenförderung setzen. Einerseits soll durch die langjährige Betreuung der einzelnen Junioren eine gezielte Laufbahnplanung für besonders talentierte Jugendliche möglich werden. Andererseits bieten die neuen Strukturen die Chance, dass diese Talente künftig den Weg in die Super League oder die Challenge League in der Zentralschweiz finden. Durch die Zusammenarbeit zwischen FC Luzern und SC Kriens wird dieses Ziel in Zukunft hoffentlich für viele in Erfüllung gehen.
Die Idee steht schon seit geraumer Zeit im Raum, nun liegt das passende Konzept dazu auch auf dem Tisch. Der FC Luzern und der Sportclub Kriens planen in Zukunft zusammenzuarbeiten und setzen dadurch verstärkt auf die Karte Jugend. Kooperationen zwischen zwei Vereinen der Swiss Football League mit grossen Juniorenabteilungen sind in der heutigen Fussballlandschaft Schweiz längst keine Ausnahme mehr. (21.9.07/sb)
Aus Talenten Spitzenfussballer machen
Die Leistungsdichte ist im Schweizer Juniorenfussball eher dünn. Zwar spielen in jeder Juniorenabteilung des Landes begabte, junge Fussballer; aber nicht alle haben die Möglichkeit, sich in ihrem Verein unter professionellen Trainingsbedingungen mit anderen talentierten Junioren zu messen.
Die Entwicklung eines Spielers ist individuell
Neben der gemeinsamen U-21 werden beide Vereine weiterhin eine U-18 Mannschaft führen, der SCK jene im jüngeren Jahrgang, der FC Luzern diejenige im älteren. Von da an geht es bei beiden Vereinen identisch und stufenweise der Altersgruppen entsprechend abwärts, U-16, U-15, U-14. In das Projekt integriert ist in den Altersgruppen U-14 und U-15 zusätzlich ein Team «Zugerland», welches für die Förderung von begabten Junioren aus der Region Zug vorgesehen ist. «Durch die Kooperation mit dem FCL können wir Junioren länger betreuen und intensiver mit ihnen arbeiten, das ist positiv» sagt Bigi Meier, Nachwuchs-Koordinator beim SCK. Denn nicht jeder junge Fussballer entwickelt sich gleichermassen, manche sind bereits mit 17 Jahren Kandidaten für die erste Mannschaft, andere erst mit 19. Zentral dabei ist, solche «Spätentwickler» nicht zu verlieren, sprich sie an Vereine weitergeben zu müssen, wo sie nur noch zwei- oder dreimal in der Woche trainieren können und dadurch den Anschluss zur Leistungsspitze verlieren.
Die beiden Vereine wollen ein deutliches Zeichen für eine erfolgversprechende Juniorenförderung setzen. Einerseits soll durch die langjährige Betreuung der einzelnen Junioren eine gezielte Laufbahnplanung für besonders talentierte Jugendliche möglich werden. Andererseits bieten die neuen Strukturen die Chance, dass diese Talente künftig den Weg in die Super League oder die Challenge League in der Zentralschweiz finden. Durch die Zusammenarbeit zwischen FC Luzern und SC Kriens wird dieses Ziel in Zukunft hoffentlich für viele in Erfüllung gehen.
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Asterix
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Gemeinsame U21
Nie 
STADION ALLMEND 1934 - 2009
\O/ cumk \O/ choooooom \O/
«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
\O/ cumk \O/ choooooom \O/
«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
Allmend war.
bist du entscheidungsträger?BUL Porno-Peter hat geschrieben:FAKTLU-57 hat geschrieben:Gemeinsame U21Nie
I'm going to make him an offer he can't refuse...
GEGEN DEN MODERNEN SCHIFFSBAU
offene beträge: CHF 50 von tjfcl, CHF 10 von LU-57, CHF 10 von chamäleon, CHF 10 von nelson, CHF 10 an seimon.
JASSOBIG RETTEN - NIEDER MIT DEN WETTEN!
Sammler hat geschrieben: Der FCL ist ein Verein, den man besser erst gar nicht beitreten sollte. Leistungen werden definitiv nicht honoriert. Jetzt auf Margiotta herumzuhacken ist absolut fehl am Platz. Kein Wunder, bekommt der FCL keine Mannschaft mehr zusammen, die mal einen Kübel stemmen wird. Nicht unter Swisspor, nicht unter Meyer.
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Sammler hat geschrieben: Der FCL ist ein Verein, den man besser erst gar nicht beitreten sollte. Leistungen werden definitiv nicht honoriert. Jetzt auf Margiotta herumzuhacken ist absolut fehl am Platz. Kein Wunder, bekommt der FCL keine Mannschaft mehr zusammen, die mal einen Kübel stemmen wird. Nicht unter Swisspor, nicht unter Meyer.
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Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
Allmend war.


