primär geht es in diesem thread ja um das stadionprojekt und nicht um die wirtschaftliche konkurrenzfähigkeit der stadt luzern. trotzdem eine kurze anmerkung: da ich seit mehreren jahren in zug arbeite und in luzern wohne, ist meine wahrnehmung eine völlig andere. für eine internationale firma ist der service und die flexibilität der verwaltung entscheidend und da ist luzern leider noch tiefe provinz. zum thema entfernung zum flughafen: glaub mir, viele ceo's und manager empfinden schon die 30 - 40 minuten von kloten nach zug eine kleinere zumutung, 1 stunde und mehr als fahrweg ist für viele völlig ausgeschlossen (ich weiss, ist rational nicht zu rechtfertigen, ist aber so). zudem denken gewisse, zug sei eine agglo von zürich, das wird bei luzern kaum passieren.UNDERCOVER hat geschrieben: wer von vornherein aufgibt, hat natürlich schon verloren. zug ist mittlerweile ein enorm teures pflaster. das wirkt sich einerseits direkt bei den mieten für geschäftsräume aus, andererseits auch indirekt bei der attraktivität für mitarbeiter, weil die wohnungsmiete die steuervorteile bis zu einem gewissen einkommen gleich wieder wegfressen.
die fakten: die distanz zum flughafen schmilzt dank der knonaueramt-autobahn und hoffentlich bald auch dem sbb-doppelspurausbau rotsee und den verbesserungen beim zimmereggtunnel. eine englischsprachige schule gibts mittlerweile, nämlich in horw. und kulturell hat luzern sowieso längst mehr zu bieten als zug.
klar: punkto steuerfuss werden wir zug auf absehbare zeit bei weitem nicht paroli bieten können. doch erstens ist dieser für sich allein nicht entscheidend, zweitens hat luzern auch hier punktuell die nase vorn (beispielsweise im bereich der holdingsteuern, wo luzern europaweit spitze ist). generell bewegt sich luzern im unternehmenssteuerbereich - zwar verhältnismässig langsam, aber zumindest stetig.
generell denke ich dass luzern wohl anstrengungen unternimmt, diese aber kaum wahrgenommen werden. gegenfrage: wieviele internationale firmen in der stadt luzern kannst du aufzählen? mir kämen maximal 2-3 in den sinn. im gegenteil: jedes jahr vernimmt man wieder eine meldung einer grossfirma, die den weg von luzern nach rotkreuz oder zug antritt, das ist leider traurige realität.
betreffend kultur stimme ich mit dir überein. allerdings zur gewünschten kulturmeile im tribschen muss halt auch angedacht werden, dass neue wohnungen an dieser guten lage wieder wertvolle steuerzahler in die stadt bringt und das kulturangebot ja sonst eigentlich schon ziemlich gut ist. habe allerdings auch keine ahnung was der kulturwerkplatz süd da genau bringen wird, da mir die lage nicht ganz optimal scheint.







