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Kampf den Hooligans und Rassisten

Haxen-Paule
CUMK
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Beitrag von Haxen-Paule »

das ganze interview


Tagesanzeiger vom 23.06.2009


«Gewalt verschwindet nicht, nur weil sie nicht mehr im Stadion ist»


Prügelnde Fangruppen funktionierten wie Männerbünde im Mittelalter, sagt Historiker Thomas Busset. Sie sollten für die Bekämpfung der Gewalt im Fussball beigezogen werden.
Mit Thomas Busset* sprach Dario Venutti

Die letzte Fussballmeisterschaft endete mit Krawallen nach dem Spiel FCZ - FCB und vor dem Cupfinal YB - Sitten. Nimmt die Gewalt zu?

Man kann sich nur bedingt auf die Angaben der Polizei abstützen: In Bern verschickt die Polizei beim kleinsten Ereignis eine Mitteilung, in Basel dagegen ist sie zurückhaltend. Gewalt gibt es im Schweizer Fussball seit Beginn der 80er-Jahre. Ich habe allerdings den Eindruck, dass der Anteil der Spiele mit Problemen in den letzten Jahren zugenommen hat.

Warum ist das so?

Die Ultras, die eingefleischten Fans, haben die traditionellen Hooligans weitgehend abgelöst. Ultras wollen Akteure im Stadion sein. Sie sind laut, sie zünden Pyrotechnik und machen Choreografien und unterstützen auf diese Weise ihre Mannschaft. Ultras identifizieren sich sehr stark mit ihrem Verein, der Stadt oder der Region und betonen in Zeiten der Globalisierung das Lokale. Insgesamt schaffen sie im Stadion eine Stimmung, die von starken Emotionen geprägt ist.

Und von Gewalt?

Ultras gehen in erster Linie wegen des Fussballs an die Spiele. Im Gegensatz zu den Hooligans geht es ihnen nicht um Gewalt, sondern um ihr Team. Dennoch ist ein latentes Gewaltpotenzial vorhanden: Es brodelt während des gesamten Spiels, und manchmal kommt es zum Ausbruch. Gewalt entsteht situativ und ist kaum voraussehbar.

Was begünstigt den Ausbruch von Gewalt?

Bei sehr wichtigen Spielen entladen sich die Emotionen leichter, beispielsweise beim Cupfinal oder beim Match FC Zürich - FC Basel. Oder wenn sich eine Ultra-Gruppierung von einer gegnerischen provoziert fühlt. Das Problem hier ist: Was ist eine Provokation? Oft dient sie einfach als Rechtfertigung für eine Schlägerei. Man muss jedoch kein Ultra sein, um gewalttätig zu werden: Am grossen Krawall nach dem Spiel Basel - Zürich am 13. Mai 2006 beteiligten sich einige, die man landläufig als «Normalfans» bezeichnen würde.

Warum schliesst man sich in Ultragruppierungen zusammen?

Rivalitäten zwischen Gruppen junger Männer sind überhaupt nichts Neues. Auch nicht, dass dabei Gewalt im Spiel ist. Man kennt das Muster bereits im Mittelalter: Schlägereien zwischen Burschen benachbarter verfeindeter Dörfer oder zwischen organisierten Handwerksgesellen in den Städten. Auch bei diesen Prügeleien ging es oft um Symbole und das Abstecken des eigenen Territoriums. Wenn heute beispielsweise die Basler Fans vom Bahnhof Altstetten in den Letzigrund marschieren, erobern sie symbolisch das Territorium der FCZ-Fans. Dies erfordert von Letzteren eine Reaktion, um sozusagen die eigene Ehre wiederherzustellen.

Auffallend ist, dass Ultragruppierungen hauptsächlich aus jungen Männern bestehen.

Die Geschichte zeigt, dass sich junge Männer immer wieder in Männerbünden zusammentun. In der Adoleszenz ist ihre Identität brüchig. Sie sind keine Kinder mehr, aber auch noch nicht erwachsen. Für die Stellung von jungen Männern innerhalb ihrer Gruppe ist es wichtig, Gefahrenprüfungen zu bestehen. Sie verschaffen sich damit Respekt.

Die Gewalt im Fussball wird mit dem «Bundesgesetz zur Wahrung der inneren Sicherheit», dem sogenannten Hooligangesetz, bekämpft. Die Polizei führt Datenbanken, spricht Stadion- und Rayonverbote aus und kann Fans in Gewahrsam nehmen. Gefährden Fussballfans die verfassungsmässige Ordnung der Schweiz?

Es ist verhältnisblödsinnig, Fussballfans mit Terroristen gleichzusetzen. Hier hat die Linke gewissermassen ein Eigentor geschossen: Sie hat lange auf dem Bild der rechtsextremen Hooligans beharrt und sich somit, explizit oder implizit, der Forderung angeschlossen, dass Fans vom Inlandgeheimdienst beobachtet werden. Der Hooligan-Begriff ist gummig, und die Beobachtung und Fichierung kann auf andere Bereiche ausgeweitet werden, zum Beispiel auf politische Demonstrationen.

Sind Fussballfans apolitisch?

Nicht nur in der Schweiz, auch in Deutschland oder England versuchte die Rechte, Fussballfans zu unterwandern und zu rekrutieren. Doch sie hatte kaum Erfolg. Heute bemühen sich Exponenten der Ultraszene um politische Neutralität: In der Kurve kann jeder denken, was er will, aber er soll es bitte für sich behalten. Der militante Fan sieht seinen Gegner oder Feind in der gegnerischen Kurve. Er interessiert sich nicht für etwas, das nur schon den Anstrich von national hat: Die Ultras in der Schweiz sind nicht willens, miteinander die Nationalmannschaft zu unterstützen. Die Rivalität unter ihnen ist zu gross.

Hat die Gewalt einzig damit zu tun, dass sich junge Männer in Gruppierungen zusammenschliessen?

Die Gewalt kann als Ausdruck einer Unzufriedenheit gegenüber der Gesellschaft interpretiert werden. Ich denke, dass sie auch mit der Repression der letzten Jahre zu tun hat. Fussballfans werden zunehmend kriminalisiert, wie das Beispiel Pyro zeigt. Obwohl das Abbrennen von Pyromaterial gesetzlich verboten ist, kann der Fan nicht verstehen, dass dies pauschal als Delikt bezeichnet wird. So wird gar nicht unterschieden, ob jemand Fackeln zündet als Ausdruck der Hingabe zu seiner Mannschaft oder ob jemand Fackeln auf Zuschauer wirft, was kriminell ist. Die Kriminalisierung bewirkt, dass sich die Fans noch stärker solidarisieren. Das nützt vor allem den Radikalen unter ihnen.

Was soll man tun?

Nach jedem Ereignis spielt sich das gleiche Ritual ab: Die Empörung ist so gross, dass man meinen könnte, jetzt breche ein Bürgerkrieg aus. Dann übertrumpfen sich Politiker und sonstige Akteure mit meist repressiven Vorschlägen. Schliesslich schieben sich Vereine, Behörden und Polizei gegenseitig die Verantwortung zu. Am Ende passiert kaum etwas. Solange die verschiedenen Seiten nicht begreifen, dass jeder einen Teil der Verantwortung trägt, wird sich daran nichts ändern.

Der runde Tisch zur Bekämpfung von Gewalt im Sport, dem Bundesrat Ueli Maurer vorsteht, ist doch ein Gremium, an dem alle Beteiligten diskutieren.

Ich weiss nicht, welche Massnahmen der runde Tisch vorschlägt. Aus meiner Befragung von Fussballfans weiss ich allerdings, dass jede Massnahme, die ohne Einbezug der Fans zustande kommt, praktisch chancenlos ist. Die Fans sehen sich dann herausgefordert, alles zu sabotieren oder zu unterlaufen, das beschlossen wurde.

Was würden Sie konkret machen?

Es gibt auch seitens der Sozialwissenschaften keine Patentlösung. Das sogenannte Hooligan-Gesetz ist noch nicht lange in Kraft, und schon will man neue gesetzliche Massnahmen ergreifen, ohne zu warten, ob die bestehenden greifen. Auch im präventiven Bereich wurden in den letzten beiden Jahren Initiativen ergriffen. Ich wünschte mir, dass auch Fans, trotz allen Hindernissen und zum Teil berechtigten Zweifeln, an der Suche nach Lösungen mitbeteiligt werden.

Immer wieder wird England als leuchtendes Beispiel genannt, das Gewaltausbrüche der Fans unterbunden habe.

Da frage ich mich, ob das überhaupt stimmt. In England hat sich die Gewalt in untere Ligen verlagert. Weil dort die Medien wenig präsent sind, wird auch wenig darüber geredet. Zudem hat England das Problem der Jugendgewalt überhaupt nicht gelöst. In London und andernorts bilden sich Jugendbanden, und es gab erst kürzlich wieder einen Toten, der kaum 12 Jahre alt war. Man sollte sich nicht der Illusion hingeben, dass das Gewaltproblem gelöst ist, wenn es nicht mehr im oder ums Stadion auftritt.

* Thomas Busset ist Historiker an der Universität Neuenburg. Für eine Nationalfondsstudie über radikale Fussballfans hat er mit Anhängern aus dem harten Kern des FC Basel, der Young Boys und von Servette vertiefte Interviews geführt. Thomas Busset (et al.): Le football à l’épreuve de la violence et de l’extrémisme. Verlag Antipodes, Lausanne 2008
MvW
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LU-57
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Beitrag von LU-57 »

hätte mich ja auch irgendwie erstaunt, wenn 20min so etwas wirklich
aus erster hand abgedruckt hätte...! :wink:
Tagesanzeiger hat geschrieben:So wird gar nicht unterschieden, ob jemand Fackeln zündet als Ausdruck der Hingabe zu seiner Mannschaft oder ob jemand Fackeln auf Zuschauer wirft, was kriminell ist. Die Kriminalisierung bewirkt, dass sich die Fans noch stärker solidarisieren. Das nützt vor allem den Radikalen unter ihnen. :!:

[...]

Der runde Tisch zur Bekämpfung von Gewalt im Sport, dem Bundesrat Ueli Maurer vorsteht, ist doch ein Gremium, an dem alle Beteiligten diskutieren.

Ich weiss nicht, welche Massnahmen der runde Tisch vorschlägt. Aus meiner Befragung von Fussballfans weiss ich allerdings, dass jede Massnahme, die ohne Einbezug der Fans zustande kommt, praktisch chancenlos ist. Die Fans sehen sich dann herausgefordert, alles zu sabotieren oder zu unterlaufen, das beschlossen wurde. :!:
greez
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«Stellen sie sich vor, ein Pyro mit 2000 Grad trifft ein Kind und das Kind stirbt. Was sagen Sie dann?»
«Gewaltanwendungen gab es zwar keine, es hätte aber auch anders kommen können!»
Romano Simioni, Allmend-Buch, 2009 hat geschrieben:Das KKL ist kein Ort, der für uns Luzerner und Innerschweizer
gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
Stadion eher ein KKL des modernen Fusballs wird und nicht eine
lebendige Volksbühne, wie es die so sympathisch unperfekte
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Beitrag von Haxen-Paule »

im allgemienen das mit abstand beste dass zu diesem thema in der schweiz jemals in einer zeitung stand :!:
(gewisse woz kolumnen mal ausgenommen)
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Devil
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Beitrag von Devil »

Bedingte Geldstrafen für Fussballrowdies in Basel
Wegen Angriffs auf ein Tram vor dem Champions-League Qualifikationsspiel FC Basel gegen Göteborg in Basel im August 2008 hat das Basler Strafgericht drei Männer zu bedingten Geldstrafen von 150 respektive 200 Tagessätzen verurteilt.


Hooligans erhalten Geldstrafen (Archiv) Rund eine Stunde vor Matchbeginn hatten knapp 50 Personen auf dem Karl Barth-Platz ein Tram der Linie 14 mit schwedischen Fans angegriffen. Die Polizei, die von der Sache Wind bekommen hatte, war mit einem Grossaufgebot vor Ort und brachte die Lage schnell unter Kontrolle. Verletzt wurde niemand, das Tram konnte jedoch nicht weiterfahren.

Die drei Angeklagten machten geltend, sie seien zufällig vor Ort gewesen. Dies glaubte ihnen der Gerichtspräsident jedoch nicht. Zwei Angeklagte bestritten eine Beteiligung an der Attacke auf das Tram.

Als Einzelrichter sprach der Gerichtspräsident alle drei der Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen, und des Landfriedensbruchs schuldig. Beim Angeklagten, der einen Stein gegen das Tram geworfen hatte, kam ein Schuldspruch wegen versuchter einfacher Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand hinzu.

Der Angeklagte, der den Stein geworfen hatte, erhielt 200 Tagessätze à 30 Franken aufgebrummt. Für die beiden anderen gab es 150 Tagessätze à 80 respektive 105 Franken. Das Strafmass entspricht dem Antrag der Anklage.

In der mündlichen Urteilsbegründung betonte der Gerichtspräsident, dass das Verschulden der drei im Vergleich zu anderen Hooligan-Fällen als recht schwer einzustufen sei.

(sda)
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syntax
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Beitrag von syntax »

Fussballfans und Rechtsextremismus
Kein Ort für Demokraten?
Von Pascal Claude
http://www.woz.ch/artikel/2009/nr26/sport/18047.html
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Haxen-Paule
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Beitrag von Haxen-Paule »

http://www.blick.ch/sport/fussball/haer ... ter-122476

nettes bild der ausschreitungen.... :roll:
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LUtown
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Beitrag von LUtown »

fcl.ch hat geschrieben:Der FC Luzern spricht 42 Stadionverbote aus
Der FC Luzern hat 42 neue Stadionverbote ausgesprochen und den Betroffenen einen Schadenersatz von insgesamt Fr. 27'000.— in Rechnung gestellt. Die 42 Stadionverbote wurden wegen Betreten des Spielfeldes, wegen Raufhandel und wegen Landfriedensbruch anlässlich des Cup Halbfinal Spiels FC Luzern – FC Sion vom 13.4.2009 ausgestellt. Ueber die Hälfte der Betroffenen werden zusätzlich mit einem Rayonverbot belegt.

Ulrich Pfister, der Sicherheitsverantwortliche des Schweizerischen Fussballverbands (SFV), begrüsst die Vorgehensweise des FC Luzern ausdrücklich: "Luzern liess sich gewiss Zeit für die Entscheidungsfindung, setzt nun aber ein unmissverständliches Zeichen mit Nachhaltigkeit. Die Botschaft ist eindeutig: Wer sich an Heimspielen des FCL etwas zu Schulden kommen lässt, wird dank der Zusammenarbeit von Vereinen, Fussballverband und Behörden identifiziert und sanktioniert."

Die 42 ausgesprochenen Stadionverbote sind zwischen 2 und 3 Jahren gültig und gelten in allen Stadien der Swiss Football League in der Schweiz und in Lichtenstein. Verstösse gegen das Stadionverbot werden mit einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch geahndet.

Zusätzlich setzt der FC Luzern eine Belohnung von Fr. 3'000.— aus für Hinweise, welche den Täter (Petardenwerfer) anlässlich des Barrage-Rückspiel FC Luzern – FC Lugano vom 13.6.2009 überführen.
dieses posting kann stilblüten und/oder ironie enthalten.
Frizzel
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Beitrag von Frizzel »

Seit wann gibt es keine Pressekonferenz mehr wenn Stadionverbote ausgesprochen werden? bizzeli schwach
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Beitrag von Master »

Frizzel hat geschrieben:Seit wann gibt es keine Pressekonferenz mehr wenn Stadionverbote ausgesprochen werden? bizzeli schwach
seit hakan-geschichte sind sie etwas sensibler im bezug auf pk's.. dazu wollen sie das auch nicht so gross rausposaunen, sie wollen schliesslich den FCL nicht in ein schlechtes licht rücken und keinen anlass zum spott geben..

ps. falls trotzdem bedarf an fragen vorhanden sind, empfängt der herr medien-bucher die leute gerne zu hause
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Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
dass er der fanszene schaden wird, davon bin ich genau so überzeugt! aber ich hoffe wir werden das überstehen!
Master hat geschrieben: 4. Mär 2021, 10:55 Danke sonnenkönnig*
*meine Prophezeiung in der Signatur ist kolossal falsch.. Die Fanszene hat sich geeint und geformt durch ihn, um den Verein steht es schlechter als erwartet..
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LU-57
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Beitrag von LU-57 »

3-jährige sv's auszusprechen wird immer mehr zur mode.
ich sehe da allerdings keinen sinnvollen grund dahinter.

greez
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gemacht wurde, sondern ein Ort, der in erster Linie dazu da ist,
dem Prestige der Stadt gut zu tun. Ich befürchte, dass das neue
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Beitrag von come on lucerne »

LU-57 hat geschrieben:3-jährige sv's auszusprechen wird immer mehr zur mode.
ich sehe da allerdings keinen sinnvollen grund dahinter.
Interessant wäre zu wissen, wieso es 2 und 3 jährigen SV gibt?
Wiederholungstäter?
Barracuda
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Beitrag von Barracuda »

come on lucerne hat geschrieben:
LU-57 hat geschrieben:3-jährige sv's auszusprechen wird immer mehr zur mode.
ich sehe da allerdings keinen sinnvollen grund dahinter.
Interessant wäre zu wissen, wieso es 2 und 3 jährigen SV gibt?
Wiederholungstäter?
2jährige für "Rasenbetreter-ohne-Gewalt", 3jährige für "Rasenbetreter mit Gewalt".

Quelle: NLZ von heute

Lg
Reto Mattmann (Stadionverantwortlicher) in der NLZ am 06.08.2009 hat geschrieben:«Manchmal muss man halt auch eigene Wege gehen, vor allem wenn Reglementstheorie und Realität weit auseinanderliegen»
Radiohead
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Beitrag von Radiohead »

come on lucerne hat geschrieben:
LU-57 hat geschrieben:3-jährige sv's auszusprechen wird immer mehr zur mode.
ich sehe da allerdings keinen sinnvollen grund dahinter.
Interessant wäre zu wissen, wieso es 2 und 3 jährigen SV gibt?
Wiederholungstäter?
liest du da:
http://www.zisch.ch/navigation/top_main ... OID=317670
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dragao
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Beitrag von dragao »

Hooligans Schärfere Eingangskontrollen im Stade de Suisse
in Bern

Bern (sda) ImStade de Suisse in Bern sollen bei Fussballspielen künftig noch schärfere Eingangskontrollendurchgeführt werden. Die Verantwortlichen wollen das Sicherheitspersonal umrund 20 Prozent aufstocken, wie sie amDonnerstag vor denMedien in Bern bekannt gaben.
»Wir werden einen Zacken zulegen bei der Repression, aber auch bei der Prävention und imDialog, sagte Stade-de-Suisse-CEO Stefan Niedermaier vor denMedien in Bern.Weiter soll imStadion die Präsenz von Sicherheitspersonal erhöht werden, auch imeigenen YB- Fansektor.
Bauliche Massnahmen sollen für eine bessere Trennung der Fans und eine Rückhaltung der Besucher im Gästesektor ermöglichen. DieseMassnahmen sollten insbesondere bei der Polizei den Aufwand verringern, erklärte Niedermaier. Niedermaier betonte vor denMedien, YB und das Stade de Suisse täten viel, umder Gewalt in Stadien Einhalt zu gebieten. Die Fixkosten für die Sicherheit beliefen sich pro Jahr auf rund zweiMillionen Franken. Wie hoch dieser Posten imVerhältnis zumGesamtbudget ist, lässt sich allerdings nicht sagen, da YB
keine Budgetzahlen bekannt gibt. In der vergangenen Saison kames in Bern verschiedentlich zu gewalttätigen Auseinandersetzungen unter Fans.
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Beitrag von Devil »

dragao hat geschrieben:Hooligans Schärfere Eingangskontrollen im Stade de Suisse
in Bern

Bern (sda) ImStade de Suisse in Bern sollen bei Fussballspielen künftig noch schärfere Eingangskontrollendurchgeführt werden. Die Verantwortlichen wollen das Sicherheitspersonal umrund 20 Prozent aufstocken, wie sie amDonnerstag vor denMedien in Bern bekannt gaben.
»Wir werden einen Zacken zulegen bei der Repression, aber auch bei der Prävention und imDialog, sagte Stade-de-Suisse-CEO Stefan Niedermaier vor denMedien in Bern.Weiter soll imStadion die Präsenz von Sicherheitspersonal erhöht werden, auch imeigenen YB- Fansektor.
Bauliche Massnahmen sollen für eine bessere Trennung der Fans und eine Rückhaltung der Besucher im Gästesektor ermöglichen. DieseMassnahmen sollten insbesondere bei der Polizei den Aufwand verringern, erklärte Niedermaier. Niedermaier betonte vor denMedien, YB und das Stade de Suisse täten viel, umder Gewalt in Stadien Einhalt zu gebieten. Die Fixkosten für die Sicherheit beliefen sich pro Jahr auf rund zweiMillionen Franken. Wie hoch dieser Posten imVerhältnis zumGesamtbudget ist, lässt sich allerdings nicht sagen, da YB
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Beitrag von Master »

dragao hat geschrieben: Bauliche Massnahmen sollen für eine bessere Trennung der Fans und eine Rückhaltung der Besucher im Gästesektor ermöglichen.
mein persönlicher lieblingssatz.. was wollen sie den ändern? mehr als die tore schliessen kann man ja nicht..
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Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
dass er der fanszene schaden wird, davon bin ich genau so überzeugt! aber ich hoffe wir werden das überstehen!
Master hat geschrieben: 4. Mär 2021, 10:55 Danke sonnenkönnig*
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pommespanzer
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Beitrag von pommespanzer »

Barracuda hat geschrieben:
come on lucerne hat geschrieben:
LU-57 hat geschrieben:3-jährige sv's auszusprechen wird immer mehr zur mode.
ich sehe da allerdings keinen sinnvollen grund dahinter.
Interessant wäre zu wissen, wieso es 2 und 3 jährigen SV gibt?
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Quelle: NLZ von heute

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und dann gibt es nur 42 SV's. Da stimmt was nicht! Man bedenke nur schon die 5 FCS-Fans welche auf dem Rasen ein Erinnerungsfoto schossen und wenn man die Fernsehbilder anschaut, kommt man schnell auf 50 und mehr Personen.
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dragao
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Beitrag von dragao »

St. Gallen setzt erstmals Schnellstrafen ein
Am Wochenende startet die Schweizer Fussballmeisterschaft in die neue Saison. Nachdem Sportminister Ueli Maurer Schnellgerichte an Fussballspielen gefordert hat, reagiert man in St. Gallen schon am nächsten Sonntag darauf, wie «Schweiz aktuell» berichtet.

Die St. Galler Polizei will künftig Querulanten schon während oder unmittelbar nach dem Spiel aus dem Verkehr ziehen. Das Spiel gegen Basel am Sonntag dient als Testlauf.

Videobeweis notwendig

«Die Voraussetzung für den Untersuchungsrichter, um ein derartiges Schnellverfahren durchzuführen, ist ein eindeutiger Videobeweis – das ist in St. Gallen vorwiegend im Stadion möglich», sagt Staatsanwalt Thomas Hansjakob in der Sendung. «Wenn es gelingt, die Täter abzufangen, kann man diese anschliessend dem Untersuchungsamt zuführen, welches in einem Schnellverfahren einen Strafbescheid aushändigt.»

Möglich ist das Schnellverfahren bei Delikten, die maximal sechs Monate geben. Alle anderen Fälle muss ein Gericht beurteilen. Der Staatsanwalt erhofft sich durch diese Massnahme eine abschreckende Wirkung.

http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/arc ... trafen_ein
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Beitrag von LU-57 »

ich frage mich, was an dieser massnahme abschreckend sein soll?
ob man eine busse (viel mehr wirds in den allermeisten fällen eh
nicht geben) sofort oder erst nach einem halben jahr erhält, ist
schlussendlich doch vollkommen egal. meist sind stadionverbot
oder allenfalls noch rayonverbot sowieso das viel schlimmere übel...!?
und diese verbote können und werden ja auch ohne schnellgerichte
meist sehr schnell verteilt, von beweisen mal gar nicht zu sprechen...

greez
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Beitrag von Radiohead »

LU-57 hat geschrieben:ich frage mich, was an dieser massnahme abschreckend sein soll?
ob man eine busse (viel mehr wirds in den allermeisten fällen eh
nicht geben) sofort oder erst nach einem halben jahr erhält, ist
schlussendlich doch vollkommen egal. meist sind stadionverbot
oder allenfalls noch rayonverbot sowieso das viel schlimmere übel...!?
und diese verbote können und werden ja auch ohne schnellgerichte
meist sehr schnell verteilt, von beweisen mal gar nicht zu sprechen...

greez
Möglich, dass dies für den Angeklagten das viel schlimmere Übel wäre. Durch eine Verurteilung und ev. eintägige Inhaftierung und damit Einbezug des Umfeldes des "Täters" könnte dies aber schon zu ein paar ungemütlichen Diskussionen mit dem Arbeitgeber, bzw. der Familie führen.

greez
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