risto hat geschrieben:Als Fan wage ich das Fussvolk zu bezeichnen, das einfach ans Spiel geht und Fussball sehen will, keinen Event brauch, keine Cüplis trinken will, keine Lachs- und Kaviarbrötli will sondern ne Bratwurst ist. Sprich 90 oder 95% der Leute im Stadion und auf die Anliegen dieser Leute geht Stierli rein gar nicht ein. Alles was er für den Verein tut ist in seinem Interesse, wenn das Fussvolk auch davon profitiert (sprotlicher Erfolg) dann ist das einfach ein Nebeneffekt.
Ob das neue Stadion auch positiv ist, darüber kann man streiten. Ja logisch für die meisten ist es das, nur geht halt wieder ein Stück Geschichte zu Ende. Was nicht so ein Problem wäre wenn im neuen Stadion auch Fussball gespielt und gelebt würde wie bisher, sprich auf Stehplätzen und mit Naturrasen und zu humanen Eintrittspreisen. Die Rasendiskussion hatten wir, wie lange das mit den Stehplätzen gehen wird werden wir sehen genau so wie die Eintrittspreise.
Gut geschrieben - in einem gewissen Sinne gebe ich dir schon recht.
Jedoch wage ich die Behauptung aufzustellen, dass Stierli's höchst priorisiertes Ziel ist, den FCL stark zu machen und das entspricht wohl dem Gusto von > 99% der Fans. Den Erfolg als Nebenprodukt darzustellen, finde ich allerdings nicht richtig. Gewisse unpopuläre Entscheidungen (die im Endeffekt stärker wahrgenommen werden, weil sie eben direkt sind) sind halt der Weg zum Erfolg.
Wieso wird ein Verein nicht von den Fans geführt (im Normalfall)? Weil die Fans keine Ahnung haben (zur Vorbeugung: damit spreche ich die Fans als Masse an und will nicht sagen, dass jeder Fan dumm ist - darueber darf sich jeder sein eigenes Bild machen), wie ein Fussballclub - heute im Profifussball anzusehen als wirtschaftliches Unternehmen - geführt werden soll und was dahintersteckt. Zudem käme man nie zu einem Konsens. Es gibt viele richtige/gute Wege, um ans Ziel zu kommen, Stierli hat seinen gefunden und fährt damit bisher gut.
Im Endeffekt sind beispielsweise die Cüpli-Trinker in den Logen genau jene, die einen solchen Betrieb ermöglichen - Sponsoren, potentielle Investoren, Gönner oder vielleicht sogar Mäzene. Diese paar Prozente braucht es meines Erachtens genau so, wie die eingefleischten Fans, die ihren persönlichen Kalender nach jenem des FCL richten.
Edit:
Zu den Stehpläzten: Auch ich finde, diese sollen erhalten bleiben, denn die Stimmung herrscht da und da mehr Zuschauer/m^2 auch günstiger. Da hätte ich nun auch Mühe, Stierli's Entscheid nachzuvollziehen.