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Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

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Guru77
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Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Guru77 »

locärne hat geschrieben: sollte die Geschäftsleitung nicht vom VR der fc luzern-Innerschweiz ag bestellt werden?
In der FC Luzern-Innerschweiz AG bist du VR von Stierli/Alpstägs Gnaden.

Faktisch kannst nur abnicken was von oben kommt...

Aber natürlich hast du recht, dass meine Aussage von vorhin nicht 100% korrekt war.
Fußball spielen ist sehr simpel, aber simplen Fußball zu spielen, ist das Schwierigste überhaupt. (Johan Cruyff)

Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft. (J.-P. Sartre)

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TW II
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von TW II »

Nur noch peinlich dieser Kasperlitheater-Verein.
Chäfer
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Chäfer »

TW II hat geschrieben:Nur noch peinlich dieser Kasperlitheater-Verein.
Word. Mike Hauser noch der einzige Lichtblick.
Heiri
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Heiri »

Chäfer hat geschrieben:
TW II hat geschrieben:Nur noch peinlich dieser Kasperlitheater-Verein.
Word. Mike Hauser noch der einzige Lichtblick.
was macht der eigentlich den ganzen tag so?
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the_wolf
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von the_wolf »

Chäfer hat geschrieben:
TW II hat geschrieben:Nur noch peinlich dieser Kasperlitheater-Verein.
Word. Mike Hauser noch der einzige Lichtblick.
fragt sich, wie lange der sich diesen Schwachsinn noch antut...
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bluewhite pride
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von bluewhite pride »

Ich sehe dunkle Wolken aufziehen über dem neuen "Prachtstempel" Pornoarena. Die Quittung werden sie wohl mit weniger Saisonkarten erhalten und dann geht das Gejammer erst richtig los.. Schon unglaublich, wie ein eigentlich solide geführter Verein durch individuelle Machtgier an die Wand gefahren werden kann. Und einmal mehr ist bewiesen: Ein neues Stadion ist weder Garant für Erfolg, noch für wirtschaftlichen Segen. Bei solchen Pappnasen wie bei uns oder in SG ist es eher eine Gefahr..

Ja, ich habe bewusst etwas dramatisiert, aber es geht in die Richtung.
Walter Stierli in NLZ hat geschrieben:Ich bin ein Gegner von Schnellschüssen.
Heiri
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Heiri »

Mit Stierli als Präsi gäbs zumindest das Problem mit Alpstäg nicht...
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steve
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von steve »

Heiri hat geschrieben:Mit Stierli als Präsi gäbs zumindest das Problem mit Alpstäg nicht...
dann gäbs aber das problem stierli. beides ziemlich scheisse.
"Wer sich vor nichts Grossem fürchtet, der hat vor jeder Kleinigkeit Schiss. Gerade der postmoderne Relativismus führt dazu, dass wir nichts mehr relativieren können. So werden wir bei jeder minimalen Gelegenheit zu reaktionären Mimosen, die sofort nach Repressionsmassnahmen rufen und sich auch beträchtliche Zumutungen - wie zum Beispiel Leibesvisitationen, Nacktscannen, Rauchverbote, Bologna-Reformen oder massive Umverteilungen gesellschaftlichen Reichtums - gerne gefallen lassen."
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von the_wolf »

Zuerst mit Kopfnicken die ID und Personenkontrolle durchwinken, der FCL könne ja nix dafür (Pustekuchen!!!, Remember Fahnenverbot), danach in den Medien heulen, es hätte an der Unterstützung gefehlt vs. Zürich.

Peinlicher Haufen Elend...

...freue mich schon bald auf die Bettelbriefe...
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Guru77
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Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Guru77 »

Jetzt fehlt nur noch der Kaenzig und die Katastrophe ist perfekt....
Fußball spielen ist sehr simpel, aber simplen Fußball zu spielen, ist das Schwierigste überhaupt. (Johan Cruyff)

Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft. (J.-P. Sartre)

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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Skischueh »

Guru77 hat geschrieben:Jetzt fehlt nur noch der Kaenzig und die Katastrophe ist perfekt....
Alles Andere wäre leider eine Überraschung...
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Kaiser
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Kaiser »

Berhard Alpstaeg: Segen oder Plage für den FCL?

http://blogs.zentralplus.ch/de/blogs/ts ... sen-oder-R" onclick="window.open(this.href);return false;ücken-stärken!.htm
„In einem Jahr hab ich mal 15 Monate durchgespielt.“
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von poldäri »

Ein Annäherungsversuch der momentanen Lage. Baustellen gehen dem FCL vorläufig jedenfalls nicht aus.

http://fclfanblog.com/2013/02/25/ursach ... besserung/" onclick="window.open(this.href);return false;
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risto
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von risto »

http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... k-15649782" onclick="window.open(this.href);return false;
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Master »

http://www.luzernerzeitung.ch/sport/fus ... t98,242959" onclick="window.open(this.href);return false;

hat wohl mehr mit diesem fred als mit irgendeiner kaderplanung oder so zu tun..
L U C E R N E - Till I Die!

Kämpfe Lozärn, Kämpfe Lozärn!
mer wend Euch gwönne gseh!

Master (am Do 20. Okt 2005 22:24 ) hat geschrieben:ich sage immer das gleiche.. dass er dem verein helfen wird, davon bin ich überzeugt!
dass er der fanszene schaden wird, davon bin ich genau so überzeugt! aber ich hoffe wir werden das überstehen!
Master hat geschrieben: 4. Mär 2021, 10:55 Danke sonnenkönnig*
*meine Prophezeiung in der Signatur ist kolossal falsch.. Die Fanszene hat sich geeint und geformt durch ihn, um den Verein steht es schlechter als erwartet..
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Bauseli
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Bauseli »

Wirklich schlau wird man aus diesem Bericht nicht wirklich!
Spontanität muss sorgfältig geplant werden!
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pommespanzer
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von pommespanzer »

Bauseli hat geschrieben:Wirklich schlau wird man aus diesem Bericht nicht wirklich!
nach gestern stelle ich mir die frage, was für topspieler man für die challenge league geholt werden
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von lucerne »

NZZ am Sonntag vom 03.03.2013 hat geschrieben: Das Fundament bröckelt

Nach den Erfolgen im Vorjahr ist der FC Luzern in der Krise. Der zurückgetretene Präsident Walter Stierli hat noch immer das Sagen, und die neue Führung hat wenig Gestaltungsraum. Von Stephan Ramming

Die Luzerner Allmend strahlt golden. Der Baustellen-Muff ist verflogen, die zwei messingfarbenen Wohntürme recken sich zur Wintersonne, und das im August eröffnete Sportgebäude mit Hallenbad, Turnhallen und Fitnesszentrum funkelt. Man fühlt sich in einem Wirklichkeit gewordenen Stadtplaner-Traum. Und auch dem Fussballstadion, dem dritten Teil des prunkvollen architektonischen Ensembles, ist von aussen nicht anzusehen, dass der lokale Fussballklub darbt.

Trübsal herrscht in der schmucken Arena. Nur anderthalb Jahre seit der Eröffnung und nach einer erfolgreichen Saison mit Cup-Final und Rang 2 in der Meisterschaft zeigt sich, dass der FC Luzern noch nicht angekommen ist in seinem neuen Palast. Die Euphorie der letzten Saison hat sich ins Gegenteil verkehrt, der FCL steht auf bröckligem Fundament. In der Meisterschaft turnen die Innerschweizer am Tabellenende herum. Nur zwei Punkte schauten in den vier Spielen in diesem Jahr heraus, nach dem 0:4 in St. Gallen vor einer Woche droht das Tabellenende. Lokale Medien erklären die Heimspiele gegen Thun (gestern) und Servette (nächste Woche) im Vorfeld zu Schicksalsspielen. Der Abstieg wäre für den Klub mit einem Budget von derzeit rund 20 Millionen Franken eine mittlere Katastrophe.

Kontrolle aus der zweiten Reihe

«Ich verkünde keine Durchhalteparolen», sagt der Trainer Ryszard Komornicki, «wir müssen Punkte holen, dafür arbeiten wir.» Komornicki hat sich für die obligatorische Medienkonferenz am Donnerstag vorgenommen, in entspannter Laune zu erscheinen. Am Tag nach der Niederlage in der Ostschweiz lungerten die Reporter auf der Allmend herum in Erwartung von Komornickis Entlassung. Sie warteten vergeblich. «Ich bin immer noch hier und erledige meinen Job», sagt der kantige Pole in einer Mischung aus Trotz, Realismus und Galgenhumor. Der 53-Jährige ist seit der Absetzung von Murat Yakin Ende August Trainer in Luzern.

Von Beginn an hatte Komornicki wenig Kredit. Seine Entlassung wurde wiederholt herbeigeschrieben und -geredet. Komornicki sagt: «Ich wusste, was mich in Luzern erwartet.» Zu Vorfällen der vergangenen Wochen und und zur schwierigen Situation im Verein will er nichts sagen. «Ich bin älter geworden und habe gelernt, Zurückhaltung zu üben», sagt Komornicki nur, «früher wäre das vielleicht anders gewesen.» Er lächelt. Er weiss, dass der Trainer die unmittelbare Verantwortung für die fehlenden Punkte trägt. Er weiss aber auch, dass die Misserfolge Ausdruck von tiefer liegenden Problemen in der Führung sind. Die kann er nicht lösen. Deshalb schweigt er.

Die zentrale Rolle im komplizierten FCL-Geflecht spielt Walter Stierli. Dem ehemaligen Präsidenten ist es nach dem Rücktritt im letzten Frühling nicht gelungen, gebührend auf Distanz zu gehen und den Nachfolgern Raum zur Entfaltung zu gewähren. Stierlis früherer Wunschtrainer Murat Yakin: nach dreizehn Monaten im Zwist entlassen. Stierlis Sportchef Heinz Herrmann: Trennung nach acht Monaten. Stierlis Präsident Mike Hauser: droht sich nach erst acht Monaten aufzureiben und hegt Rücktrittsgedanken.

Denn Stierli kontrolliert im Verwaltungsrat der «Löwen Sport und Event AG», der Hausbank und Dachgesellschaft des FC Luzern, noch immer alle wichtigen Entscheide. Es sei «eben nicht so einfach, einen Klub zu führen», sagt Stierli, in den Medien würden ständig Probleme erfunden, die nichts mit den Tatsachen zu tun hätten. Deshalb gebe er zurzeit keine Auskunft, die Investoren hätten dies gemeinsam entschieden.

Dass es Fragen gibt und was Stierli von «gemeinsamen Entscheiden» hält, war am Samstag im Lokalblatt «Neue Luzerner Zeitung» zu besichtigen. Stierli pflegt seit langem freundschaftliche Bande mit dem Chefredaktor und deponiert dort auch einmal wirkungsvoll Unmut über missliebige Berichterstattung. Im Interview verbreitet Stierli Durchhalteparolen, er streicht die Qualitäten von Ex-YB-Sportchef Ilija Kaenzig hervor, verspricht «neue Top-Spieler» und stellt am Rande fest, dass der «Investorengruppe das Know-how» fehle - ausser ihm. Man kann es auch so sagen: Stierli bestimmt die Richtung, die anderen bringen Geld.

Bernhard Alpstaeg, der von Stierli ins Geldgeber-Boot geholt worden war, mit seiner Firma Swisspor für 10 Millionen Franken die Namensrechte am Stadion besitzt und zusätzlich mit mehreren Millionen Franken den Klub alimentiert, ist der wichtigste Geldgeber. Alpstaeg wie auch der ägyptische Milliardär Samih Sawiris oder der Unternehmer Marco Sieber halten sich an die Abmachung, angesichts der offenen Personalie des künftigen Sportchefs und der allgemeinen Unruhe derzeit nichts zu sagen.

Unlängst hatte Alpstaeg Öl ins Feuer gegossen, indem er sich im «Blick» abschätzig über die Frisur von Heinz Hermann äusserte und Komornicki als «Mimose» bezeichnete. Darauf riet Kommunikations-Spin-Doctor Sacha Wigdorovits, der auch für Alpstaegs Unternehmen arbeitet, dem hemdsärmligen Patron zum Schweigen. Der ehemalige «Blick»-Journalist Wigdorovits weiss, wie man Schlagzeilen produziert, die Unruhe stiften.

Anders als Stierli ist Alpstaeg nach eigenen Aussagen weit weg vom Tagesgeschäft. Dort versucht der neue Präsident Mike Hauser, den Überblick zu bewahren. Der Hotelier, der wegen Winterferien in den vergangenen Tagen schwieg, bemüht sich zwar seit letztem Mai redlich, aus dem Schatten des Vorgängers zu treten und an Profil zu gewinnen. Doch der im Gegensatz zum polternden Stierli feinsinnige Hauser wird im Sandwich zwischen den Investoren und der ersten Mannschaft erdrückt.

Während Stierli etwa Ilija Kaenzig zum neuen Sportchef machen möchte, soll Hauser einen anderen Kandidaten bevorzugen. Der Konflikt ist absehbar, denn das Verfahren sieht vor, dass Hauser den Kandidaten vorschlägt und die Investoren lediglich ein Vetorecht besitzen. In Wirklichkeit aber bestimmen die Investoren die Personalie. Angeblich soll der Verlauf des Verfahrens darüber entscheiden, ob Hauser den Bettel hinschmeisst oder nicht.

Gegen- statt miteinander

Dass Investoren, Präsident und sportliche Leitung eher gegen- statt miteinander arbeiten, hat nicht zuletzt Auswirkungen auf die Mannschaft. Beispielsweise bevölkern sechs defensive, zum Teil teure Mittelfeldspieler das Kader, während in der Offensive Qualität fehlt. Murat Yakin konnte diesen Mangel mit taktischen Kniffen wettmachen, doch er blitzte im Sommer wegen Geldmangel ab mit der Forderung nach mehr Qualität im Sturm. Die Beziehung zwischen Yakin und Stierli war damals schwer belastet, nachdem Yakin bei einer Fan-Veranstaltung gesagt hatte, Stierli müsse noch lernen, nicht ständig das Telefon abzunehmen.

Mit dem Kompromiss-Transfer des Bulgaren Rangelov hatten die Luzerner kein Glück; der Stürmer verschoss wichtige Penaltys, wurde vom Platz gestellt, prügelte sich mit Mitspielern und wurde im Trainingslager tätlich gegen einen «Blick»-Reporter. Heinz Hermann, der für die sportliche Entwicklung zuständig gewesen wäre, hatte mit seiner ruhigen, in sich gekehrten Art in dieser Konstellation wenig Spielraum. Vor dem Rückrundenstart Anfang Februar wurde er entlassen.

Solche Situationen der Führungs- und Orientierungslosigkeit sind schlecht für das Klima im Team. So flirtete etwa Adrian Winter in diesem Vakuum vor dem Saisonstart mit einem Wechsel zu den Grasshoppers und versuchte angeblich bei Stierli, den Lohn in die Höhe zu treiben. Als beides scheiterte, trabte Winter tagelang geknickt auf dem Trainingsplatz herum. Das färbt ab. Wer ein Beispiel für einen schlecht gelaunten und maulfaulen Spieler besichtigen wollte, war am Donnerstag mit Stephan Andrists Auftritt an der Medienkonferenz perfekt bedient. Der Leihspieler vom FC Basel spielte die Rolle des personifizierten Missmuts in Vollendung. Passend zum Gesamtbild im FC Luzern.
jossen hat geschrieben:Lucerne hatte immer recht! Asche über mein Haupt
Garfield
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Garfield »

Schritt 2: Der FC Luzern braucht ein Konzept – eine zukunftsgerichtete, stringente Ausrichtung, an welcher sich der ganze Verein orientiert und sie auch einhält. Der aktuelle Hühnerhaufen kann nicht beibehalten werden. Damit geraten wir in ernsthafte Abstiegssorgen – Q.E.D. Jetzt muss gehandelt werden.
Guter Bericht im FCL Blog. Für mich gibts ein akuter Brandherd und ein chronisches Problem.
Der Brandherd stellt nicht die aktuelle Lage der 1.Mannschaft dar, sondern hat höchstens Auswirkung auf die Leistung des FCL. Das Problem sind die Strukturen mit den Investoren und dem Präsidenten, welcher in der Mühle zerrieben wird. So gesehen ist es primär eminent wichtig, dass sich Mike Hauser beim Sportdirektor durchsetzt und nicht Känzig installiert wird. Kommt Känzig und geht Hauser, dann gute Nacht!!!
Langfristig braucht der FCL endlich ein Konzept oder besser gesagt eine realistische Vereinsphilosophie und nicht nur eine goldene Hülle. Umso wichtiger ist auch hier die Wahl des Sportdirektors. Und genau deshalb steht für mich Thoma an erster Stelle. Was er bei Wil umgesetzt hat, sollte auch beim FCL möglich sein. Bei einem Känzig oder einem Sportdirektor aus der Bundesliga sehe ich da schwarz.
Genau deshalb sind die nächsten Tage und dabei vor allem die Nationalmannschafts Pause ganz entscheidend!!
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Radiohead
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Re: Ausrutscher oder tiefgründiges Problem? FCL Quo vadis?

Beitrag von Radiohead »

Garfield hat geschrieben:Der Brandherd stellt nicht die aktuelle Lage der 1.Mannschaft dar, sondern hat höchstens Auswirkung auf die Leistung des FCL.
Von welcher Lage sprichst du? Gemäss deiner Aussage liegt das Problem, dass die Mannschaft wie einer Hühnerhaufen auf dem Feld umherirrt und zu Recht auf dem 9. Platz liegt, also beim VR?
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